Öffentlicher Dienst: Die Regierung lehnt eine allgemeine Gehaltserhöhung ab, die Gewerkschaften ziehen sich aus den Verhandlungen zurück.
Öffentlicher Dienst: Die Regierung lehnt eine allgemeine Gehaltserhöhung ab, die Gewerkschaften ziehen sich aus den Verhandlungen zurück.

Die Regierung hat bestätigt, dass es 2026 keine allgemeine Gehaltserhöhung für Beamte geben wird. Bei einem Treffen im Finanzministerium schloss das Ministerium jegliche Erhöhung des Indexwertes aus und sprach sich stattdessen für gezielte Maßnahmen für bestimmte Karrierewege und Mitarbeitergruppen aus. Daraufhin verließen die acht repräsentativen Gewerkschaften die Gespräche vorzeitig.

Laut Ministerium würde eine einheitliche Erhöhung des Indexwertes um 1 % Kosten in Höhe von 2,4 Milliarden Euro für die öffentlichen Finanzen verursachen. Die Regierung ist der Ansicht, dass eine solche Ausgabe mit den im Haushalt 2026 geplanten zusätzlichen Einsparungen unvereinbar ist.

Die Gewerkschaften verurteilen drei Jahre Eiszeit

Die Gewerkschaften kritisieren die Regierung, weil sie keine allgemeinen Maßnahmen zur Stärkung der Kaufkraft der fast sechs Millionen Beschäftigten im öffentlichen Dienst vorgeschlagen hat. Sie verurteilen außerdem die seit drei Jahren bestehende Beibehaltung des Indexwertes sowie die Abschaffung einer Bonuszahlung zur Unterstützung der Beamteneinkommen.

Die Arbeitnehmervertreter äußern zudem Bedenken hinsichtlich der stagnierenden Gehaltsentwicklung, die die Aussichten auf Lohnerhöhungen einschränkt. Diese Meinungsverschiedenheit leitet eine neue Phase der Spannungen zwischen Regierung und Gewerkschaften ein, da die Haushaltsberatungen für 2026 in den kommenden Monaten fortgesetzt werden sollen.

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