Der Rechnungshof übt scharfe Kritik am Management von Universcience.
Der Rechnungshof übt scharfe Kritik am Management von Universcience.

Der Rechnungshof hat die Geschäftsführung von Universcience, der öffentlichen Einrichtung, zu der die Cité des Sciences et de l'Industrie und der Palais de la Découverte gehören, scharf kritisiert. In einem am 7. Juli veröffentlichten Bericht bemängeln die Finanzrichter fehlende strategische Ausrichtung, ineffiziente Führung, hohe Personalkosten und ein anhaltend konfliktbeladenes soziales Klima.  

Die Institution ist besonders besorgt über die finanzielle Situation der Einrichtung, die seit 2020 ein Defizit von fast 50 Millionen Euro angehäuft hat. Die Schließung des Palais de la découverte wegen Renovierungsarbeiten hat die Einnahmen erheblich reduziert, während der Anstieg der Lohnkosten die Schwierigkeiten verschärft hat, wodurch sich Universcience in einer als kritisch eingestuften Liquiditätslage befindet.  

Baustellen, die als nicht nachhaltig gelten

Das Gericht ist zudem der Ansicht, dass die beiden großen Immobilienprojekte der Institution einer gründlichen Überprüfung bedürfen. Während die Renovierung des Palais de la Découverte, dessen Wiedereröffnung für 2027 geplant ist, weiterhin ein zentrales Thema darstellt, bereitet das Modernisierungsprojekt der Cité des Sciences die größten Sorgen. Die auf rund 1,5 Milliarden Euro geschätzten Kosten gelten als „nicht tragbar“ und müssen realistischer angepasst werden.  

Angesichts dieser Schwierigkeiten empfehlen die Richter Universcience, sich wieder stärker auf ihre Hauptaufgabe der Verbreitung wissenschaftlicher und technischer Kultur zu konzentrieren, ihre Organisation zu straffen und die Rolle ihrer Aufsichtsgremien zu stärken. Sie fordern zudem eine verstärkte Einbindung philanthropischer Aktivitäten, um die Ressourcen der Institution zu diversifizieren, die derzeit zu über 70 % aus öffentlichen Mitteln finanziert werden.  

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