Laut der Energieregulierungsbehörde wird der Referenzpreis für Erdgas am 1. September gegenüber dem Vormonat um 5,6 % steigen. Er wird aufgrund gestiegener Preise auf den Großhandelsmärkten durchschnittlich 172,05 € pro Megawattstunde inklusive Mehrwertsteuer erreichen.
Etwa sechs Millionen Haushalte, das sind fast 60 % aller Gaskunden, dürften von der Preiserhöhung betroffen sein. Es handelt sich dabei um Verbraucher mit einem Tarif, dessen Preis an diesen Referenzpreis gekoppelt ist. Haushalte mit einem Festpreisvertrag sind von dieser Erhöhung zunächst nicht betroffen.
Der Konflikt im Nahen Osten lässt die Aktienkurse stark ansteigen.
Seit der Abschaffung der regulierten Tarife dient der monatlich von der Energieregulierungsbehörde veröffentlichte Referenzpreis den Anbietern als Orientierung und ermöglicht den Verbrauchern den Vergleich von Angeboten. Die Behörde erklärt, dass die für September geplante Erhöhung ausschließlich auf Änderungen der Gaspreise am Markt zurückzuführen ist.
Der Konflikt im Nahen Osten und die Blockade der Straße von Hormus haben die weltweiten Kohlenwasserstofflieferungen massiv beeinträchtigt. Über diese strategisch wichtige Wasserstraße werden normalerweise rund 20 % der globalen Flüssigerdgasexporte transportiert. Seit Kriegsbeginn ist der niederländische TTF-Index, der Referenzpreis für den europäischen Markt, um mehr als 93 % gestiegen, von rund 31,96 € auf 61,70 € pro Megawattstunde.
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