Französische Familien können eine kleine Atempause beim Schulsachenkauf genießen. Zwischen dem 29. Juni und dem 23. August sanken die Durchschnittspreise für Schulbedarf laut Daten des französischen Verbands der Schreibwaren- und Büroartikelhersteller (AIPB) und NielsenIQ um 0,6 % im Vergleich zum gleichen Zeitraum im Jahr 2025. Die Studie, an der über 11.000 stationäre und Online-Händler teilnahmen, zeigt zudem einen leichten Rückgang des Verkaufsvolumens um 0,8 %.
Diese Umsatzstabilität ist bemerkenswert, da die Studierendenzahlen im Herbst voraussichtlich um etwa 1,4 % sinken werden. Dennoch erwirtschaftete der Markt im Untersuchungszeitraum einen Umsatz von 389 Millionen Euro, was einem Rückgang von 1,4 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Nationale Marken behaupten eine besonders starke Position: Sie machen mittlerweile über 70 % des Absatzvolumens aus, ein Plus von einem Prozentpunkt gegenüber dem Vorjahr.
Familien, die ihre Einkäufe bis zu den letzten Tagen aufschieben
Der schleppende Start in den Sommer lässt sich insbesondere durch die Haushaltsplanung in einem unsicheren wirtschaftlichen Umfeld erklären. Die Hitzewellen scheinen zudem vorübergehend einen Teil der Ausgaben in Richtung Ventilatoren und Klimaanlagen gelenkt zu haben. Vor allem warten Verbraucher zunehmend bis kurz vor Schulbeginn, um ihre Einkaufslisten fertigzustellen. Die Auszahlung des Schulanfangsgeldes am 18. August, das in diesem Jahr je nach Alter zwischen 426 € und 466 € pro Kind lag, trug zur Ankurbelung der Verkäufe bei.
Auch das Konsumverhalten wird immer vielfältiger. Haushalte nutzen durchschnittlich 3,8 verschiedene Kanäle, um sich auf den Schulbeginn vorzubereiten. Zwar bleiben Ladengeschäfte die bevorzugte Option, doch kombiniert mittlerweile etwa ein Drittel der Käufer traditionelle Einzelhändler mit Online-Bestellungen. Dies stellt eine große Herausforderung für die Schreibwarenbranche dar: Die Zeit des Schulbeginns macht üblicherweise fast zwei Drittel ihres Jahresumsatzes aus. Branchenexperten warten jedoch noch die letzten Verkaufswochen ab, um eine endgültige Prognose für die Kampagne 2026 abgeben zu können.
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