In Sokoto, im Nordwesten Nigerias, kenterte ein überladenes Boot. Mindestens fünfzig Menschen, darunter etwa vierzig Kinder, kamen dabei ums Leben. Die Opfer waren auf dem Weg zur Arbeit auf den Feldern.
Die Leichen wurden in traditionelle Matten und Stoffe gehüllt im Hof einer Moschee aufgebahrt gefunden und warteten auf ihre Beerdigung. Ein Zeuge zählte fünfzig Leichen am Fundort. Die örtlichen Behörden bestätigten die Zahl der Todesopfer am Donnerstag.
Abdulkadir Yusuf, Regionalleiter der Nationalen Binnenschifffahrtsbehörde, sagte: „Ich kann bestätigen, dass etwa 40 Kinderleichen geborgen wurden.“ Ein Anwohner berichtete von mindestens 42 Opfern, „hauptsächlich Frauen und Kinder“. Seine 13-jährige Enkelin war unter den Toten. „Während der Regenzeit arbeiten Frauen und Kinder auf den Feldern“, erklärte er.
Die Behörden beschreiben die Situation als „katastrophal“: „Wir haben bereits 46 Leichen beerdigt, und fünf weitere wurden gerade aus dem Fluss geborgen.“ Rettungsteams der Nationalen Katastrophenschutzbehörde waren zum Zeitpunkt der ersten offiziellen Stellungnahmen noch im Einsatz.
Schiffbrüche sind in Nigeria häufig, insbesondere während der Regenzeit. Überladene Boote, mangelhafte Wartung und die Missachtung von Sicherheitsstandards fordern jedes Jahr zahlreiche Todesopfer. Im vergangenen Januar starben mindestens 25 Menschen bei einem ähnlichen Unglück im Bundesstaat Yobe im Nordosten des Landes.
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