Eine Untersuchung des Vereins StopVOG enthüllt anhand von 10.000 Zeugenaussagen das Ausmaß der Gewalt in der Geburtshilfe und Gynäkologie in Frankreich.

Mehr als 40 % der Frauen berichten von gynäkologischer Gewalt.
Mehr als 40 % der Frauen berichten von gynäkologischer Gewalt.

Der Verein StopVOG hat die Ergebnisse einer groß angelegten Umfrage zu gynäkologischer und geburtshilflicher Gewalt in Frankreich veröffentlicht. Von den 10.000 Befragten gaben mehr als vier von zehn Frauen an, während einer ärztlichen Behandlung Opfer solcher Gewalt geworden zu sein. Diese Zahlen verdeutlichen ein gravierendes Problem in der gynäkologischen und geburtshilflichen Versorgung französischer Frauen.

Umfangreiche Dokumentation des Phänomens

Die gemeldeten Gewalttaten betreffen sowohl routinemäßige gynäkologische Untersuchungen als auch die Schwangerenvorsorge. Der Verein StopVOG, der sich seit Jahren gegen diese Praktiken einsetzt, hat diese Daten erhoben, um eine Realität zu dokumentieren, die im französischen Gesundheitssystem lange verharmlost wurde. Die hohe Anzahl der eingegangenen Antworten verleiht dieser Umfrage eine hohe Repräsentativität.

Auf dem Weg zum kollektiven Bewusstsein

Diese Ergebnisse fallen in eine Zeit, in der immer mehr Patienten über medizinische Praktiken berichten, die sie als unangemessen oder traumatisierend empfinden. Der Verband hofft, dass diese umfassende Dokumentation der Zeugenaussagen das öffentliche Bewusstsein schärft und die Behörden dazu anregt, die Schulungen für medizinisches Fachpersonal zu den Themen Einwilligung und respektvoller Umgang während der Beratung zu verbessern.

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