Während der Proteste der „Block Everything“-Bewegung brach am Mittwoch in der Nähe von Châtelet im Herzen von Paris ein Großbrand aus. Das Feuer, das von linksradikalen Demonstranten gelegt und durch die künstliche Vegetation an der Fassade eines Bistros angefacht wurde, erforderte das sofortige Eingreifen der Feuerwehr und die Räumung des Gebiets durch die Polizei. Große Rauchwolken füllten das Viertel.
Zusammenstöße und Festnahmen in der Hauptstadt
Den ganzen Nachmittag über kam es im Viertel Châtelet zu Zusammenstößen zwischen Demonstranten und der Polizei. Behelfsmäßige Barrikaden und brennende Mülltonnen heizten das Klima der Spannungen an. Hunderte Menschen wurden in der Hauptstadt festgenommen, fast 100 davon in Gewahrsam genommen. Die Präfektur berichtete von einer besonders gewalttätigen Demonstration. Bei mehreren Zusammenstößen musste Tränengas eingesetzt werden, um die Menge auseinanderzutreiben.
Gewalt in vielen Städten
Außerhalb von Paris kam es im Zuge der „Block Everything“-Bewegung auch in mehreren Großstädten zu Unruhen. In Lyon wurden drei Polizisten durch Geschosse und Mörserfeuer verletzt, während in Rennes maskierte Demonstranten im Stadtzentrum für Unruhen sorgten, bevor sie von der Polizei zurückgedrängt wurden. In Nantes wurden vor dem Universitätsklinikum Mülltonnen in Brand gesteckt, und in Bordeaux wurden bei Vandalismus Schaufenster eingeschlagen. Diese Szenen lokalen Chaos verdeutlichen, wie die Bewegung trotz massiver Polizeikontrollen städtische Gebiete erfassen kann.
Blockaden und Störungen im Transportwesen
Die Proteste äußerten sich auch in Blockaden und Sabotageakten an der Infrastruktur. Der Bahnverkehr zwischen Toulouse und Auch war nach der Beschädigung von Stromleitungen stark beeinträchtigt. Im ganzen Land wurden mehrere Versuche gemeldet, in Bahnhöfe einzudringen, was die SNCF dazu zwang, ihre Sicherheitsmaßnahmen zu verstärken. Diese Verkehrsbehinderungen sowie Straßenblockaden und Kreisverkehrbesetzungen trugen dazu bei, den Tag teilweise lahmzulegen.
Hinter diesen Aktionen steht die „Block Everything“-Bewegung, die in den sozialen Medien entstand und außerhalb traditioneller Gewerkschaftsorganisationen organisiert ist. Ihre Aktivisten forderten einen landesweiten Shutdown, um die Sparpläne der Regierung anzuprangern und einer breiteren sozialen Unzufriedenheit Ausdruck zu verleihen. Während die Zahl der Streikenden im öffentlichen Dienst begrenzt blieb, kam es zu zahlreichen Blockaden und Demonstrationen, an denen Zehntausende Menschen im ganzen Land teilnahmen.