Der Olymp, der höchste Berg Griechenlands und mythologische Heimat der zwölf antiken Götter, wurde am Sonntag, dem 26. Juli, während der 48. Sitzung des Welterbekomitees in Busan, Südkorea, einstimmig in die UNESCO-Welterbeliste aufgenommen.
Ein Ort, der sowohl aufgrund seiner Natur als auch seiner Mythologie klassifiziert ist
Die gesamte Olymp-Region, deren Gipfel 2914 Meter erreicht, wurde aufgrund ihres Natur- und Kulturerbes als gemischtes Ökosystem von herausragendem universellem Wert anerkannt. Das Massiv zählt zu den artenreichsten Hotspots Europas und beherbergt über 2000 Pflanzenarten, darunter Dutzende endemische Arten, die nirgendwo sonst auf der Welt vorkommen, sowie seltene Tierarten.
Laut UNESCO ist der Olymp nach wie vor ein bedeutendes Zentrum der griechischen Mythologie, der Ort, an dem Homer die zwölf Götter und ihre Paläste verortete, und zieht jährlich rund 50.000 Besucher an, die seine Gipfel besteigen oder auf seinen Wegen wandern.
Ein nationaler Erfolg, der von der griechischen Regierung gefeiert wird
Der griechische Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis feierte auf seiner Facebook-Seite die Aufnahme des mythischen Olymp als Berg der gesamten Menschheit und bezeichnete dies als bedeutende nationale Errungenschaft. Kulturministerin Lina Mendoni betonte ihrerseits, dass der Olymp durch die homerischen Epen und die altgriechische Literatur die griechische Mythologie und Zivilisation in die Welt getragen habe.
Der Berg Olymp, der 1938 als erster Nationalpark Griechenlands ausgewiesen, 1981 von der UNESCO zum Biosphärenreservat erklärt und 2021 per Präsidialerlass zum Nationalpark ernannt wurde, reiht sich in die Liste der traditionellen Dörfer von Zagoria und der minoischen Paläste Kretas ein, die 2023 bzw. 2025 in die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen wurden. Damit erhöht sich die Zahl der griechischen Stätten, die in den letzten Jahren zum Weltkulturerbe erklärt wurden, auf vier.
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