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Oprah Winfrey schließt ihre Schule in Südafrika, plant aber bereits, was als Nächstes kommt.

Oprah Winfrey schließt ihre Schule in Südafrika, plant aber bereits, was als Nächstes kommt.
Oprah Winfrey schließt ihre Schule in Südafrika, plant aber bereits, was als Nächstes kommt.

Knapp zwanzig Jahre nach ihrer Eröffnung wird die Oprah Winfrey Leadership Academy for Girls ihren Betrieb in ihrer jetzigen Form zum Ende des Schuljahres 2027 einstellen. Die in Henley-on-Klip, südlich von Johannesburg, gelegene Einrichtung bot begabten Teenagerinnen aus benachteiligten Verhältnissen eine Plattform.

Der Campus wird gemäß der bei seiner Gründung getroffenen Vereinbarung an das Bildungsministerium der Provinz Gauteng übergeben. Schülerinnen und Schüler, die ihre Schulausbildung bis zum Zeitpunkt des Übergangs noch nicht abgeschlossen haben, erhalten Vollstipendien, die es ihnen ermöglichen, ihr Studium an anderen führenden südafrikanischen Hochschulen fortzusetzen.

Oprah Winfrey initiierte dieses Projekt nach einem Treffen mit Nelson Mandela Anfang der 2000er-Jahre. Die Schule, deren Bau rund 40 Millionen US-Dollar kostete und die 2007 eröffnet wurde, bot Internatsplätze und besonders anspruchsvolle Einrichtungen. Mehr als 1.000 junge Frauen sollen die Akademie absolviert haben; einige von ihnen sind Ärztinnen, Ingenieurinnen, Anwältinnen oder Unternehmerinnen geworden.

Ein Abschluss, der in erster Linie einen Modellwechsel markiert.

Die Ankündigung löste Gerüchte über mögliche interne Schwierigkeiten aus, die von der Stiftung des amerikanischen Fernsehmoderators umgehend dementiert wurden. Die Schließung bedeute kein Abweichen vom Bildungsauftrag, sondern vielmehr die Umstellung auf ein erweitertes Stipendienprogramm. Dieses neue System soll talentierten Studierenden aus dem ganzen Land den Besuch mehrerer Partnerhochschulen ermöglichen.

Diese Änderung geht auch auf einen langjährigen Kritikpunkt ein. Bei der Eröffnung des Campus warfen die luxuriösen Einrichtungen, darunter Theater und ein Yogastudio, Fragen hinsichtlich der Konzentration beträchtlicher Ressourcen zum Nutzen einer begrenzten Anzahl von Studentinnen auf. Das Stipendiensystem könnte nun die Anzahl der geförderten jungen Frauen verdoppeln und gleichzeitig die Kosten für den Betrieb einer einzelnen Einrichtung senken.

Die Geschichte der Akademie verlief nicht ohne Kontroversen, insbesondere nach Missbrauchsvorwürfen gegen einen ehemaligen Mitarbeiter, der letztendlich freigesprochen wurde. Oprah Winfrey, heute 72 Jahre alt, präsentiert die Schule weiterhin als eines ihrer wichtigsten Vermächtnisse. Die Provinzregierung hat zugesichert, den Bildungsauftrag des Geländes zu erhalten, auch wenn die genauen Details der zukünftigen Verwaltung noch nicht feststehen.

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