Apple hat am Freitag in Kalifornien eine Bundesklage gegen OpenAI und zwei ehemalige Mitarbeiter eingereicht und ihnen vorgeworfen, Geschäftsgeheimnisse gestohlen zu haben, um die materiellen Ambitionen des Unternehmens für künstliche Intelligenz zu fördern.
Die 41-seitige Klage richtet sich gegen zwei ehemalige Apple-Führungskräfte, die nun für OpenAI tätig sind: einen ehemaligen leitenden Elektroingenieur und einen ehemaligen Vizepräsidenten für Produktdesign für iPhone und Apple Watch. Auch die OpenAI Foundation, die OpenAI Group PBC und io Products werden in der Klage genannt.
„In diesem Fall geht es um ehemalige Apple-Mitarbeiter, die Geschäftsgeheimnisse zum Vorteil von OpenAI gestohlen haben“, heißt es in dem Dokument. „Apple ergreift diese Maßnahmen, um dem ein Ende zu setzen.“
Laut Anklage soll einer der Angeklagten seinen Arbeitscomputer nach dem Ausscheiden aus dem Unternehmen nicht zurückgegeben und anschließend eine Sicherheitslücke in der Authentifizierung ausgenutzt haben, um auf Apples internes Netzwerk zuzugreifen und „Dutzende vertraulicher hardwarebezogener Dateien“ herunterzuladen. Der andere Angeklagte soll sich vor seinem Ausscheiden aus dem Unternehmen regelmäßig Informationen über Apples Zulieferer und interne Branchenübersichten per E-Mail zugesendet haben.
„Auf allen Ebenen, von den technischen Mitarbeitern bis hin zum General Manager für Hardware, und in Abstimmung mit Geschäftspartnern, hat OpenAI Geschäftsgeheimnisse und vertrauliche Informationen von Apple gestohlen“, heißt es in der Klage.
Diese Klage markiert einen abrupten Bruch nach jahrelanger Zusammenarbeit zwischen den beiden Unternehmen. Apple hatte ChatGPT in Siri integriert und iPhone-Nutzern die Möglichkeit geboten, ChatGPT direkt über die iOS-Einstellungen zu abonnieren.
Die Spannungen haben sich verschärft, seit OpenAI letztes Jahr das Hardware-Startup io Products übernommen hat, das von Jony Ive, dem ehemaligen Designchef von Apple, gegründet wurde. OpenAI hat die genaue Art des von ihm entwickelten Geräts nie spezifiziert, sondern lediglich von einer neuen Art der Interaktion mit KI gesprochen, die über „traditionelle Produkte und Schnittstellen“ hinausgeht.
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