Die Berichterstattung über die Bauernproteste hat diese Woche in Südfrankreich zu erheblichen Spannungen geführt. Zwei Nachrichtensender, BFMTV und Midi Libre, berichteten über Vorfälle, die sie als schwerwiegend einstufen, gegen ihre Reporterteams vor Ort. Sie sprachen von Druckausübung und Bedrohungen bei Straßenblockaden.
In der Region Aude berichtet BFMTV, dass zwei ihrer Journalisten am Mittwochabend kurz nach einer Live-Sendung von einer Straßensperre auf der Autobahn zwischen Narbonne und Toulouse in eine gefährliche Situation gerieten. Laut dem Sender wurden sie verbal angegriffen und durch ein landwirtschaftliches Gerät bedroht. Die Spannungen im Zusammenhang mit den Protesten waren hoch. Der Sender kündigte an, rechtliche Schritte einzuleiten und sicherte seinen Mitarbeitern seine volle Unterstützung zu.
Vorfälle an mehreren Staudämmen
Die Geschäftsleitung von BFMTV verurteilt den Vorfall als inakzeptabel und gibt an, dass er sich am späten Abend ereignete, als mehrere Traktorkonvois die Autobahn bei Carcassonne blockierten. Die Behörden haben die Umstände bisher nicht offiziell bestätigt; der Verkehr normalisierte sich am folgenden Tag allmählich.
Die Tageszeitung Midi Libre berichtet ihrerseits von mehreren Vorfällen in Béziers, wo einige ihrer Journalisten bei einer Straßenblockade bedroht und eingeschüchtert worden sein sollen. Die Zeitung erwähnt die Stilllegung eines Fahrzeugs und ausgeübten Druck im Anschluss an Artikel über frühere Aktionen. Diese Meldungen erfolgen vor dem Hintergrund der sich ausbreitenden Agrarproteste, die in einer teils angespannten Atmosphäre zwischen Demonstranten und Medienvertretern stattfinden.