Der algerische Oberste Gerichtshof hat die Berufung der Staatsanwaltschaft in diesem Fall zurückgewiesen. Christophe GleizesMit dieser Entscheidung ist das Gerichtsverfahren gegen den französischen Sportjournalisten abgeschlossen. in Algerien festgenommen Seit einem Jahr beseitigt der Oberste Gerichtshof das letzte Hindernis für eine mögliche Begnadigung durch den Präsidenten. In einem Urteil vom 25. Mai entschied das Gericht endgültig über die verbleibenden Rechtsmittel. Es nahm die Rücknahme der von Christophe Gleizes eingelegten Berufung zur Kenntnis und wies die Berufung der Staatsanwaltschaft in der Sache zurück. Der 36-jährige Journalist hatte seine Berufung beim Kassationsgericht im März selbst zurückgezogen. Die Berufung des Generalstaatsanwalts stellte somit die letzte rechtliche Hürde dar, bevor eine Begnadigung überhaupt in Erwägung gezogen werden konnte.
Das Gerichtsverfahren ist nun abgeschlossen.
Mit dem Urteil des Obersten Gerichtshofs ist der Rechtsstreit beendet. Christophe Gleizes hat keine Rechtsmittel mehr vor algerischen Gerichten, und die Staatsanwaltschaft kann das Urteil im Rahmen dieses Verfahrens nicht mehr anfechten. Seine Zukunft liegt nun in den Händen des Präsidenten. Eine Begnadigung ist derzeit die einzige Möglichkeit, ihn ohne Haftantritt freizubekommen. Seine Anwälte, Amirouche Bakouri und Emmanuel Daoud, haben beantragt, dass der Präsident die Begnadigung so schnell wie möglich gewährt. Sie hoffen auf eine rasche und humane Lösung in einem Fall, der sich über ein Jahr hingezogen hat.
Bei der Arbeit am algerischen Fußball festgenommen
Christophe Gleizes wurde im Mai 2024 festgenommen, als er einen Artikel über Jeunesse Sportive de Kabylie, einen der bekanntesten algerischen Fußballvereine, vorbereitete. Der Sportjournalist stand zunächst unter richterlicher Aufsicht, bevor er inhaftiert wurde. Seit seiner Festnahme fordern seine Familie und sein Unterstützerkomitee seine Freilassung.
"Der einzige Ausweg" für Christophe Gleizes und seine Familie
Das Ende des Gerichtsverfahrens ebnet nun den Weg für eine Begnadigung durch den Präsidenten. Für die Unterstützer des Journalisten ist diese Entscheidung der einzige Ausweg aus der menschlichen Tragödie, die Christophe Gleizes und seine Angehörigen durchgemacht haben. Thibaut Bruttin, Generaldirektor von Reporter ohne Grenzen und Leiter des Unterstützungskomitees, forderte eine rasche Entscheidung. Angesichts des bevorstehenden Anpfiffs der Fußball-Weltmeisterschaft am 11. Juni in den USA, Mexiko und Kanada hält er es für unerlässlich, dass Christophe Gleizes mit seiner Familie wiedervereint wird und seine Tätigkeit im Pressebereich der Stadien wieder aufnehmen kann.