Natacha Polony wagt nun den Schritt in die Politik. In einem Interview mit RTL am Montagmorgen erklärte die Journalistin und Essayistin, sie habe es „satt, die Katastrophe zu kommentieren“ und wolle direkten Einfluss auf die Präsidentschaftswahlen 2027 nehmen, ohne jedoch ihre Kandidatur für den Élysée-Palast offiziell bekanntzugeben.
„Wir müssen diese selbstsüchtige Blase aufbrechen, diese Leute, die hier gemütlich auf dem Deck der Titanic Tee trinken“, erklärte sie und prangerte ein politisches System an, das ihrer Meinung nach verkrustet ist. Natacha Polony will die „politischen Waisen“ zusammenbringen, also Wähler, die sich nicht mehr mit den Parteien und Kandidaten identifizieren, die derzeit im Rennen sind.
Vermeidung einer „Opferstimme“
Die ehemalige Chefredakteurin des Magazins „Marianne“ möchte eine Alternative zu dem bieten, was sie als „Opferstimme“ bezeichnet, die einzig und allein dazu dient, eine Stichwahl zwischen Marine Le Pen und Jean-Luc Mélenchon zu vermeiden. Obwohl sie ihre Kandidatur noch nicht offiziell erklärt hat, betont sie nun, dass sie nichts ausschließt und den Wahlkampf „aufmischen“ möchte.
Natacha Polony befürwortet im Kern eine Politik, die nationale Souveränität, Reindustrialisierung, den Erhalt öffentlicher Dienstleistungen und wirtschaftliche Unabhängigkeit vereint. Sie sieht eine Verbindung zwischen dem Sozialgaullismus Philippe Séguins und der republikanischen Linken Jean-Pierre Chevènements, in dessen Bürgerbewegung sie in ihrer Jugend kurzzeitig aktiv war.
Nach zahlreichen Reisen und Treffen in den letzten Monaten will die 51-jährige Journalistin ihre Ideen nun in eine politische Bewegung umwandeln. Dieser neue Schritt bestätigt, dass Natacha Polony sich nicht länger nur zur Präsidentschaftswahl 2027 äußern, sondern aktiv daran mitwirken will.
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