Sébastien Lecornu bestätigt, dass die Entindexierung der höchsten Altersrenten zu den Optionen gehört, die für den Haushalt 2027 erwogen werden. Die Regierung könnte somit deren inflationsbedingte Neubewertung begrenzen oder ganz abschaffen, ohne die aktuell ausgezahlten Beträge direkt zu kürzen.
Der Premierminister schloss jedoch ein Einfrieren von Kleinrenten oder der aktiven Solidaritätsrente aus. Es wurde noch keine Grenze festgelegt, um zu definieren, welche Rentner betroffen wären. Die Regierung strebt Einsparungen an, ohne eine pauschale Maßnahme zu ergreifen, die die bedürftigsten Rentner benachteiligen würde.
Ein auf Einsparungen ausgerichteter Haushalt für 2027
Die Regierung plant keine Steuererhöhungen und will sich stattdessen auf die Kontrolle der öffentlichen Ausgaben konzentrieren. Die Finanzierung von Kernaufgaben der Regierung, Bildung, Forschung, Umweltschutz, sozialem Wohnungsbau und Ausbildungsplätzen soll voraussichtlich beibehalten werden, während bei anderen Regierungsprogrammen Kürzungen möglich sind.
Weitere heikle Maßnahmen werden erwogen, darunter die Einstellung der Kostenerstattung für bestimmte Medikamente mit begrenztem therapeutischem Nutzen und eine Reform des Krankengeldanspruchs. Der Haushaltsentwurf soll am 30. September vorgelegt werden, im Vorfeld einer Parlamentsdebatte, die wenige Monate vor der Präsidentschaftswahl besonders kontrovers verlaufen dürfte.
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