Frankreich strebt an, das Visaerteilungsniveau für algerische Staatsangehörige wieder auf das Niveau vor der diplomatischen Krise zwischen den beiden Ländern zu bringen. Das erklärte Ziel ist die Rückkehr zu rund 250.000 Visa pro Jahr, verglichen mit dem starken Rückgang seit den bilateralen Spannungen, die die Beziehungen zwischen Paris und Algier belasteten. Dieser Ansatz ist Teil der Normalisierungsstrategie der französischen Behörden.
Eine erneuerte Zusammenarbeit mit Algier
In einem Interview mit dem algerischen Medienunternehmen TSA erklärte der französische Botschafter in Algerien, Stéphane Romatet, dass Paris die Visavergabe an algerische Staatsbürger, die die erforderlichen Voraussetzungen erfüllen, schrittweise wieder aufnehmen möchte. Ziel sei es, zum Tempo vor der diplomatischen Krise von 2024 zurückzukehren, die zu einer erheblichen Verlangsamung der Konsularverfahren geführt hatte.
Diese Initiative erfolgt vor dem Hintergrund, dass Frankreich auch eine engere Zusammenarbeit mit Algier in den Bereichen Sicherheit, Justiz und Migration anstrebt. Diese Strategie stößt jedoch bereits auf Kritik. Einige Politiker argumentieren, die Wiederaufnahme der Visavergabe erfolge zu einem Zeitpunkt, an dem die Schwierigkeiten bei der Rückführung algerischer Staatsangehöriger, gegen die Ausweisungsbescheide vorliegen, weiterhin ein Spannungsherd zwischen den beiden Ländern darstellen.europe1.fr)
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