Die mexikanische Präsidentin Claudia Sheinbaum wies am Mittwoch die Aussagen des Direktors der Drogenbekämpfungsbehörde (DEA), Terry Cole, entschieden zurück. Cole hatte behauptet, es bestehe eine „tödliche Verbindung“ zwischen der mexikanischen Regierung und Drogenkartellen. Sie nannte die Anschuldigungen „bedauerlich“ und unbegründet.
Am Tag zuvor hatte Terry Cole erklärt, die mexikanische Regierung und die kriminellen Netzwerke seien „ein und dasselbe“, weshalb diese Situation für die DEA „oberste Priorität“ habe. Diese Äußerungen riefen umgehend eine Reaktion aus Mexiko-Stadt hervor.
In ihrer täglichen Pressekonferenz betonte Claudia Sheinbaum, dass diese Aussagen eher politisch als faktisch motiviert seien. Sie forderte die DEA auf, ihre Bemühungen auf die Bekämpfung von Drogenhandel, Drogenvertrieb und Geldwäsche in den Vereinigten Staaten zu konzentrieren, die sie als den weltweit größten Markt für illegale Drogen bezeichnete.
Die mexikanische Regierung hatte bereits am Dienstag eine offizielle Erklärung veröffentlicht, in der sie die Äußerungen des US-Beamten verurteilte und argumentierte, diese spiegelten nicht die im Kampf gegen kriminelle Organisationen erzielten Ergebnisse wider. Die Behörden bekräftigten ihre Bereitschaft zur weiteren Zusammenarbeit mit Washington, sofern die Souveränität Mexikos uneingeschränkt respektiert werde.
Diese neue Kontroverse fällt in eine Zeit verschärfter Spannungen zwischen den beiden Ländern. Die bilateralen Beziehungen haben sich in den letzten Monaten verschlechtert, insbesondere nach der Anklage des Gouverneurs des Bundesstaates Sinaloa, Rubén Rocha, in den Vereinigten Staaten und nachdem Mexiko Strafanzeigen wegen des Todes mexikanischer Staatsangehöriger bei Einreisekontrollen auf US-amerikanischem Boden erstattet hatte.
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