Bei einem israelischen Luftangriff im Gazastreifen wurden am Mittwoch ein Mann, seine Frau und ihre sechsjährige Tochter getötet. Ein weiterer Angriff in Gaza-Stadt forderte nach Angaben palästinensischer Gesundheitsbehörden ein viertes Opfer. Diese jüngsten Gewalttaten ereignen sich, während die Gespräche zur Umsetzung des von den USA vermittelten Waffenstillstandsabkommens weiterhin festgefahren sind.
Laut palästinensischen medizinischen Diensten galt der Angriff einem Wohngebäude in Deir al-Balah, im Zentrum der Enklave. Omar Abu Qassem, seine Frau Asma und ihre Tochter Habeeba kamen dabei ums Leben. Ihr dreijähriger Sohn Sami überlebte, wurde aber verletzt. Die israelische Armee erklärte, Ziel des Angriffs sei ein Hamas-Kämpfer gewesen.
Im Al-Aqsa-Krankenhaus in Deir al-Balah versammelten sich Angehörige und Bewohner, um den Opfern die letzte Ehre zu erweisen. „Dieses Kind ist der einzige Überlebende. Wie soll er ohne Vater, ohne Mutter leben?“, sagte Abu Anas Shahin, ein Verwandter der Familie, gegenüber Reuters und beklagte das Leid der Zivilbevölkerung in der Enklave.
Bei einem weiteren israelischen Luftangriff im Viertel Scheich Radwan in Gaza-Stadt kam laut palästinensischen Gesundheitsbehörden ebenfalls ein Mensch ums Leben. Das israelische Militär äußerte sich zunächst nicht zu dem Vorfall.
Laut Angaben von Gesundheitsbehörden in Gaza wurden seit Inkrafttreten der Waffenruhe zwischen Israel und der Hamas im Oktober 2025 mehr als 1.100 Palästinenser, zumeist Zivilisten, durch israelische Luftangriffe getötet. Obwohl diese Waffenruhe die Hauptkämpfe beendet hat, dauern israelische Luftangriffe fast täglich an. Israel meldet seinerseits, dass seit Beginn der Waffenruhe vier seiner Soldaten von palästinensischen Kämpfern getötet wurden, während sich beide Seiten gegenseitig Verstöße gegen die Vereinbarung vorwerfen.
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