Die malaysische Regierung hat die einjährige Verlängerung ihres Vertrags mit dem Unterwasserforschungsunternehmen Ocean Infinity bekannt gegeben, um die Suche nach dem Wrack des Malaysia-Airlines-Flugs MH370 fortzusetzen, der im März 2014 mit 239 Menschen an Bord verschwand.
Die Boeing 777 war auf dem Flug von Kuala Lumpur nach Peking, als sie mit 227 Passagieren und 12 Besatzungsmitgliedern vom Radar verschwand. Mehr als zwölf Jahre später zählt dieses Verschwinden noch immer zu den größten Rätseln in der Geschichte der zivilen Luftfahrt.
Der malaysische Verkehrsminister Anthony Loke gab bekannt, dass der Vertrag mit Ocean Infinity vom 1. Juli 2026 bis zum 30. Juni 2027 verlängert wurde.
Diese Entscheidung, erklärte er, spiegele „das ständige und unerschütterliche Engagement der Regierung wider, diese Angelegenheit für die Familien der Passagiere von Flug MH370 abzuschließen“.
Ocean Infinity hatte bereits bis 2018 erfolglos nach dem Gerät gesucht. Im vergangenen Jahr unterzeichnete das Unternehmen ein neues Abkommen mit Malaysia, um die Operationen in einem 15.000 km² großen Gebiet im südlichen Indischen Ozean wieder aufzunehmen.
Den Vertragsbedingungen zufolge erhält Ocean Infinity die erwarteten 70 Millionen Dollar nur dann, wenn es gelingt, die Trümmer des Flugzeugs zu finden.
Die angekündigte Erweiterung ermöglicht es dem Unternehmen, ein verbleibendes Gebiet von 7.428,54 km² zu erkunden, das bisher noch nicht untersucht wurde.
Anthony Loke stellte klar, dass diese Verlängerung auch die kommerziellen Verpflichtungen von Ocean Infinity berücksichtigt. Einige der Forschungsschiffe und -geräte müssen zwischen November 2026 und April 2027 vorübergehend für eine andere Mission eingesetzt werden, wodurch sich die Erkundung des Zielgebiets verzögert.
Trotz mehrerer internationaler Suchaktionen im vergangenen Jahrzehnt konnte der genaue Fundort des Wracks nicht ermittelt werden. Lediglich einige Trümmerteile, die MH370 zugeordnet werden, wurden an den Küsten mehrerer Länder im Indischen Ozean geborgen.
Die Familien der Opfer hoffen weiterhin, dass diese neue Forschungsphase endlich Licht ins Dunkel der Umstände des Verschwindens von Flug MH370 bringen und Antworten liefern wird, auf die seit mehr als zwölf Jahren gewartet wird.
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