Die Europäische Institution hat bis 2025 vier Milliarden Euro für den Militärsektor bereitgestellt, im Vergleich zu einer Milliarde Euro im Vorjahr. Ein strategischer Kurswechsel nach jahrzehntelanger Ausgrenzung.

Die EIB vervierfacht ihre Verteidigungskredite und stellt 670 Millionen Euro für Frankreich bereit.
Die EIB vervierfacht ihre Verteidigungskredite und stellt 670 Millionen Euro für Frankreich bereit.

Die Europäische Investitionsbank (EIB) erreichte 2025 einen wichtigen Meilenstein. Das in Luxemburg ansässige Institut erhöhte seine Verteidigungsfinanzierung auf 4 Milliarden Euro, das Vierfache des Wertes von 2024. Frankreich profitierte von 670 Millionen Euro dieser Kredite, wie die EIB am Dienstag mitteilte. Dieser Sektor, der vor nur drei Jahren noch fast gar nicht im Portfolio der Bank vertreten war, macht nun rund 5 % ihrer gesamten Verpflichtungen aus.

Ein Tabu wurde nach Jahrzehnten gebrochen

Dieser Umbruch spiegelt einen Doktrinwechsel wider. Jahrzehntelang weigerte sich die EIB, Militärinvestitionen zu finanzieren. Doch die Sicherheitslage in Europa hat die Institution veranlasst, dieses Tabu zu brechen. Sie hat eine Reihe von Maßnahmen ergriffen, um Investitionen in Sicherheit, Verteidigung und kritische Rohstoffe zu stärken. Der größte jemals an ein Unternehmen vergebene Kredit verdeutlicht diesen Wandel: Drei Milliarden Euro wurden mit dem Flugzeughersteller Airbus zur Unterstützung seiner Verteidigungsprogramme vereinbart.

Airbus, Symbol der neuen Richtung

Diese verstärkten Aktivitäten sind Teil einer umfassenderen europäischen Strategie. Die EIB, der Hauptfinanzier der Infrastruktur der Union, passt ihre Prioritäten schrittweise an. Verteidigung rückt in den Mittelpunkt und steht damit auf einer Stufe mit strategischen Rohstoffen. Diese Neuausrichtung spiegelt die neuen Prioritäten des Kontinents angesichts geopolitischer Bedrohungen wider.

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