Mehrere rechtsgerichtete israelische Funktionäre haben Premierminister Benjamin Netanjahu aufgefordert, die Wiederaufnahme von Luftangriffen auf Beirut zu erwägen, als Reaktion auf eine Intensivierung der Drohnenangriffe der Hisbollah auf Nordisrael und israelische Streitkräfte.
Diese Forderungen erfolgen nach dem Tod eines israelischen Soldaten, der am Sonntag bei einem der Hisbollah zugeschriebenen Drohnenangriff getötet wurde. Laut israelischen Medien wurde das Thema im Sicherheitskabinett erörtert, wobei einige Minister eine härtere militärische Reaktion befürworteten.
Finanzminister Bezalel Smotrich gehört zu den schärfsten Kritikern. Er erklärte, Drohnenangriffe dürften nicht als unvermeidlich hingenommen werden und forderte eine massive Reaktion. Er betonte: „Für jede explodierende Drohne sollten in Beirut zehn Gebäude einstürzen.“
Gleichzeitig befürwortete er ein Budget von rund 693 Millionen Dollar für die Entwicklung von Anti-Drohnen-Technologien und unterstrich damit die Notwendigkeit, Israels Verteidigungsfähigkeiten angesichts dieser wachsenden Bedrohung zu stärken.
Laut politischen Quellen und lokalen Medienberichten wies Premierminister Netanjahu die Forderungen nach einer sofortigen Eskalation zurück und bevorzugte vorerst defensive Maßnahmen gegenüber einer neuen Bombardierungskampagne. Sein Umfeld hat sich bisher nicht offiziell geäußert.
Diese Debatte verdeutlicht die Spannungen innerhalb der israelischen Regierung zwischen denjenigen, die eine umfassendere militärische Reaktion befürworten, und denjenigen, die einen zurückhaltenderen Ansatz im sich entwickelnden Konflikt im Norden bevorzugen.
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