Ebola-Patienten fliehen nach Angriffen auf Gesundheitszentren in der Demokratischen Republik Kongo
Ebola-Patienten fliehen nach Angriffen auf Gesundheitszentren in der Demokratischen Republik Kongo

Im Osten der Demokratischen Republik Kongo wurde die Ebola-Bekämpfung nach einer Reihe von Angriffen auf medizinische Einrichtungen massiv beeinträchtigt, wie Ärzte und humanitäre Helfer berichten.

In der Provinz Ituri, der Region, in der die ersten Fälle der neuen Epidemie festgestellt wurden, wurden mindestens drei Vorfälle gemeldet. Zwei Angriffe galten am Wochenende demselben Krankenhaus, wobei laut einem Krankenhausmitarbeiter mindestens 25 Patienten flohen.

Die medizinischen Teams vor Ort beschreiben eine ohnehin schon prekäre Lage, die durch Material- und Personalmangel gekennzeichnet ist und sich durch die unsichere Situation noch verschärft. Die Patienten verteilen sich, was die Überwachung und Isolierung erschwert, die jedoch unerlässlich sind, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen.

Die Motive für die Angriffe hängen weiterhin teilweise mit lokalen Spannungen zusammen. Einige Gruppen fordern die rasche Rückführung der Leichen zu den Familien für traditionelle Bestattungen, während sichere Bestattungspraktiken unerlässlich sind, um eine Ansteckung zu verhindern. Andere Bewohner äußern ein anhaltendes Misstrauen gegenüber den Gesundheitsmaßnahmen, ein Erbe insbesondere früherer Epidemien in der Region.

Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat der Ausbruch bereits etwa 220 mutmaßliche Todesfälle verursacht. Die Einsatzteams bestätigen die Schwierigkeit, die Ausbreitung einzudämmen, und beschreiben ihre Bemühungen als Wettlauf gegen die Zeit.

Diese neue Krise erinnert an frühere Episoden in der Demokratischen Republik Kongo, bei denen Angriffe auf die Gesundheitsinfrastruktur bereits Dutzende von Opfern unter den Gesundheitsfachkräften gefordert und die Operationen zur Bekämpfung von Ebola stark verlangsamt hatten.

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