Gaël Monfils spielte in diesem Jahr seine letzten French Open. Der 39-jährige Franzose plant, seine Profikarriere Ende der Saison 2026 zu beenden. Sein Auftaktmatch gegen Hugo Gaston hatte daher eine besondere Bedeutung: Es könnte sein letztes Spiel bei diesem Grand-Slam-Turnier in Paris gewesen sein.
Ein Abschied, der schon vor dem Spiel vorbereitet wurde.
Monfils' Abschied von den French Open hatte bereits vor seinem Erstrundenmatch begonnen. Wenige Tage zuvor war auf dem Court Philippe-Chatrier ein besonderer Abend unter dem Motto „Gaël & Freunde“ veranstaltet worden. Zu der Veranstaltung kamen zahlreiche prominente Persönlichkeiten der Tour zusammen, darunter Elina Svitolina, Novak Djokovic, Jannik Sinner, Alexander Zverev, Stefanos Tsitsipas, Naomi Osaka, Maria Sakkari, Jo-Wilfried Tsonga und Richard Gasquet.
Der Abend wirkte eher wie eine Hommage als ein gewöhnliches Showmatch. Monfils teilte sich den Platz mit seiner Frau Elina Svitolina in einer Atmosphäre, die ganz im Zeichen von Unterhaltung, Interaktion mit dem Publikum und der Feier seiner Karriere stand. Das Duo Monfils-Svitolina gewann das Showmatch.
Ein letztes Spiel ist auf dem Court Philippe Chatrier angesetzt.
Für seinen letzten Auftritt in Paris war Monfils für eine Abendpartie auf dem Court Philippe-Chatrier gegen Hugo Gaston angesetzt. Die Konstellation war einzigartig: ein rein französisches Duell zwischen einem Spieler, der sich dem Ende seiner Roland-Garros-Karriere näherte, und einem jüngeren Gegner, der trotz der emotionalen Belastung des Turniers sein Match bestreiten musste.
Monfils kehrt zunächst die Dynamik um.
Auf dem Platz erwischte Hugo Gaston den besseren Start. Der gebürtige Toulouser gewann die ersten beiden Sätze mit 6:2 und 6:3 und brachte Monfils damit schnell an den Rand des Ausscheidens. Doch der Pariser konterte und gewann die nächsten beiden Sätze mit 6:3 und 6:2, um den Spielstand auf 2:2 auszugleichen.
Dieses Comeback verlängerte den Abend und verzögerte den Abschied. Es erinnerte auch an eine Konstante in Monfils' Karriere bei den French Open: seine Fähigkeit, ein schlecht begonnenes Match in ein spannendes, vom Publikum mitgerissenes Spiel zu verwandeln.
Ein fünfter Satz ohne Spannung
Der letzte Satz bestätigte Monfils' Comeback nicht. Gaston ging schnell in Führung und beendete das Match im fünften Satz mit 6:0. Das Endergebnis von 6:2, 6:3, 3:6, 2:6, 6:0 beendete Monfils' Lauf in der ersten Runde.
Das Publikum begleitet Monfils' Abgang
In den letzten Spielen wirkte Monfils körperlich erschöpft. Beim Stand von 5:0 im fünften Satz erntete er Applaus vom Publikum, als er mit den Händen auf den Knien da saß. Diese Szene verlieh dem letzten Spiel eine besondere Bedeutung: Jenseits des Spielstands erlebte der Platz das Ende seiner Zeit bei den French Open.
Ein neues Kapitel im französischen Tennis beginnt.
Monfils verlässt Roland-Garros nach einer langen Geschichte mit dem Turnier. Er spielte dort zum 19. Mal im Hauptfeld, gewann 2004 die French Open der Junioren und erreichte 2008 das Halbfinale. Seine Beziehung zum Pariser Publikum war eines der prägendsten Merkmale seiner Karriere, die von spektakulären Matches, langen Partien und der unerschütterlichen Unterstützung der Zuschauer auf dem Court Philippe Chatrier geprägt war.