UN-Generalsekretär Antonio Guterres kündigte am Donnerstag an, dass er die Anzahl der Führungspositionen innerhalb der Vereinten Nationen im Rahmen eines umfassenden Reformplans zur Senkung der Betriebskosten der Organisation reduzieren wolle.
In seiner Rede vor der Generalversammlung in New York erklärte Antonio Guterres, dass die UN ihre Transformation fortsetzen müsse, um effizienter und kostengünstiger zu werden, da die Institution mit einer Finanzkrise konfrontiert sei, die insbesondere mit Zahlungsverzögerungen mehrerer Mitgliedstaaten, darunter der Vereinigten Staaten als Hauptzahler, zusammenhänge.
Der UN-Chef deutete an, dass in den kommenden zwei Jahren ein Abbau und die Streichung von Führungspositionen erwogen würden. Diese Maßnahmen sind Teil des Reformprogramms „UN80“, das zur Modernisierung einer Organisation ins Leben gerufen wurde, die von manchen als zu schwerfällig und bürokratisch empfunden wird.
Antonio Guterres hob mehrere bereits eingeleitete Änderungen hervor, darunter eine Budgetkürzung für 2026 und die Verlagerung von mehr als 2.000 Arbeitsplätzen aus teuren Städten wie Genf und New York in günstigere Verwaltungszentren.
Der Generalsekretär, dessen zehnjährige Amtszeit als Leiter der Vereinten Nationen Ende 2026 endet, war dennoch der Ansicht, dass zusätzliche Anstrengungen erforderlich seien, um die finanzielle Tragfähigkeit der Organisation zu gewährleisten.
„Echte Reformen erfordern schwierige Entscheidungen. Jetzt ist nicht die Zeit für Selbstzufriedenheit, Eigennutz oder Zögern“, sagte er zu den Mitgliedstaaten.
António Guterres rief die Regierungen außerdem dazu auf, diese Veränderungen aktiv zu unterstützen, und betonte, dass die Mitgliedstaaten den Schlüssel zu den anstehenden Reformen in Händen halten. Die Diskussionen über die UN-Finanzierung und -Umstrukturierung werden voraussichtlich in den kommenden Monaten fortgesetzt, da die Organisation mit zunehmenden Budgetbeschränkungen und einer wachsenden Zahl internationaler Krisen konfrontiert ist.
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