Gestern Abend sicherte sich Olympique Marseille in Brüssel einen wichtigen 3:2-Sieg gegen Union Saint-Gilloise und wahrte damit die Chance auf die Qualifikation für die Gruppenphase der Champions League. Trotz einiger wackeliger Abwehrleistungen drehte Marseilles treffsicherer Angriff das Spiel in einer Partie, die von Spannung und mehreren entscheidenden VAR-Eingriffen geprägt war.
Ein schwieriger Start für OM
Das Spiel hatte für Roberto De Zerbis Mannschaft schlecht begonnen. Bereits in der 5. Minute nutzte Anan Khalaili eine Deckungsschwäche der Belgier aus und brachte sie in Führung. Der italienische Trainer hatte mit der Aufstellung von Emerson und Amir Murillo anstelle von Benjamin Pavard und Balerdi einige mutige Entscheidungen getroffen, doch die Abwehr blieb passiv und reagierte zu langsam. Dieser Führungstreffer sollte der einzige Torschuss von Union Saint-Gilloise vor der Halbzeitpause bleiben.
Trotz dieses holprigen Starts fand Marseille dank seines Offensivtrios schnell die Lösung. Zehn Minuten nach dem Führungstreffer erzielte Igor Paixão nach einem wunderschönen Spielzug mit sechs Beteiligten den Ausgleich, indem er einen Schuss von Pierre-Emerick Aubameyang, den Torhüter Kjell Scherpen abgewehrt hatte, perfekt verwertete. OM bewies damit seine Fähigkeit, auf Rückschläge zu reagieren, indem es eine beispiellose Champions-League-Startelf mit zehn verschiedenen Nationalitäten aufbot – ohne einen einzigen französischen Spieler.
VAR rettet Marseille
In der zweiten Halbzeit taten sich die Belgier schwer, Torchancen zu kreieren, während Marseille weiterhin das Spiel dominierte. Mason Greenwood erzielte nach einem perfekt ausgeführten Eins-gegen-Eins sein zweites Tor des Spiels und verschaffte den Gästen damit einen wertvollen Vorteil. Union Saint-Gilloise versuchte, insbesondere durch Anan Khalaili und Sofiane Boufal, zurück ins Spiel zu finden, doch Torhüter Gerónimo Rulli verhinderte mit mehreren Glanzparaden den Ausgleich.
Die Spannung blieb bis zum Schluss hoch, zwei Tore der Belgier wurden wegen knapper Abseitsstellungen aberkannt. Ein Eigentor von Leonardo Balerdi und ein weiteres von Promise David wurden letztendlich aberkannt, was für einen nervenaufreibenden Moment bei den Marseille-Fans sorgte. Rulli parierte in der Nachspielzeit entscheidend und sicherte OM damit den Sieg bis zum Schlusspfiff.
Dank dieses Sieges hat Marseille nun zwei Champions-League-Spiele in Folge gewonnen und neun Punkte auf dem Konto. Die Mannschaft hat gute Chancen, die Playoffs zu erreichen. Die kommenden Partien, insbesondere gegen Liverpool und auswärts gegen Club Brügge, werden entscheidend sein, um diese positive Entwicklung beizubehalten und den europäischen Wettbewerb weiter zu verfolgen.