Éric Roy, Trainer von Stade Brestois, ist am Mittwoch im Alter von 58 Jahren verstorben. Seine Familie gab seinen Tod in den sozialen Medien bekannt. Der ehemalige Spieler und Trainer hatte gegen Bauchspeicheldrüsenkrebs gekämpft.
Das Gesicht des historischen Brest
Nach seiner Ankunft auf der Trainerbank von Stade Brestois am 3. Januar 2023 erhielt Éric Roy zunächst eine klare Mission: den Verein in der Ligue 1 zu halten. Dies gelang ihm in seiner ersten halben Saison, bevor er Brest auf einen unerwarteten Kurs in der höchsten französischen Spielklasse brachte.
Eine Saison, die in die Vereinsgeschichte eingegangen ist.
Unter seiner Führung erlebte Brest in der Saison 2023/24 die beste Spielzeit der Vereinsgeschichte, belegte den vierten Platz in der Ligue 1 und qualifizierte sich für den Europapokal. Diese Leistung brachte ihm bei den UNFP Trophies 2024 die Auszeichnung als bester Trainer der Ligue 1 ein.
Ein Mann der Tat, von Nizza bis Brest
Éric Roy wurde am 26. September 1967 in Nizza geboren und war zunächst als Mittelfeldspieler Profi. Seine Karriere führte ihn unter anderem zu Nizza, Lyon, Marseille, Sunderland, Troyes und Rayo Vallecano, bevor er ins Trainer-, Management- und Beratungsgeschäft wechselte.
Eine seltene Entwicklung im französischen Fußball
Vor seiner Zeit bei Brest trainierte Éric Roy zwischen März 2010 und November 2011 OGC Nizza. Danach legte er eine lange Pause vom Profifußball ein, bevor er mit Brest wieder an die Spitze zurückkehrte, wo seine Arbeit den Verein und seine Anhänger nachhaltig prägte.
Brest ohne seinen Trainer
Mit seinem Tod verliert Stade Brestois den Trainer, der den Verein durch eines der größten Kapitel seiner jüngeren Geschichte geführt hat. Éric Roy stirbt zu einem Zeitpunkt, an dem sein Name für eine seltene sportliche Leistung steht: die Transformation einer Mannschaft, die gegen den Abstieg kämpfte, zu einem Team, das um die Teilnahme an europäischen Wettbewerben mitspielen kann.