Frankreichs 3:1-Sieg gegen Senegal am Dienstag löste in Argentinien eine neue Kontroverse aus. Während der Übertragung des Spiels auf DirecTV Sports präsentierte Kommentator Pablo Giralt die Partie als Wettkampf. "zwischen zwei afrikanischen Ländern". Der Satz fiel, als das Spiel zur Halbzeit noch 0:0 stand: „0:0, im Moment, in dieser Auseinandersetzung zwischen zwei afrikanischen Ländern.“
Diese Bemerkung richtete sich eindeutig gegen die französische Nationalmannschaft aufgrund der Herkunft einiger ihrer Spieler. Sie wurde als Gleichsetzung der „Les Bleus“ mit einer afrikanischen Mannschaft verstanden, ungeachtet ihrer französischen Staatsangehörigkeit und ihres Status als französische Nationalspieler.
Frankreich besinnt sich auf die Ursprünge seiner Spieler
Solche Kommentare sind in Argentinien nichts Neues. Seit dem WM-Finale 2022, das Argentinien gegen Frankreich gewann, werden französische Spieler regelmäßig mit Gesängen, Botschaften und Kommentaren konfrontiert, die sich auf ihre Herkunft beziehen. Diese Kontroversen sind immer wieder aufgeflammt, insbesondere wenn argentinische Fans oder Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens Gesänge gegen französische Spieler afrikanischer Abstammung übernommen haben.
Ausbrüche argentinischer Spieler gegen die französische Nationalmannschaft: eine Kontroverse, die nicht neu ist.
Die Kontroverse um die Herkunft der französischen Nationalspieler begann nicht erst mit dem Spiel Frankreich gegen Senegal. Sie reicht zurück bis zur Weltmeisterschaft 2022 in Katar, noch vor dem Finale zwischen Frankreich und Argentinien. Damals wurden argentinische Fans live im Fernsehen gefilmt, wie sie ein Lied gegen die französische Nationalmannschaft und Kylian Mbappé skandierten. Der Inhalt des Gesangs war eindeutig: Er bezog sich auf die afrikanischen Wurzeln mehrerer französischer Spieler und unterstellte ihnen, nicht vollständig französisch zu sein.
Mbappé, ein Hauptziel der argentinischen Jubelfeierlichkeiten
Nach Argentiniens Sieg im WM-Finale 2022 geriet Kylian Mbappé während der Feierlichkeiten besonders ins Visier der Fans. Der französische Meister, der im Finale einen Hattrick erzielt hatte, wurde zur Zielscheibe eines Teils der argentinischen Anhänger. Beleidigungen, Gesänge und feindselige Aktionen waren an der Tagesordnung. Einmal mehr eskalierte die sportliche Rivalität schnell zu etwas anderem.
Von den Tribünen bis zur argentinischen Umkleidekabine
Die Kontroverse nahm im Juli 2024 nach Argentiniens Sieg bei der Copa América eine neue Wendung. Diesmal wurde der Gesang gegen die französischen Spieler nicht von anonymen Fans auf den Tribünen angestimmt, sondern von den argentinischen Spielern selbst im Mannschaftsbus. Das von Enzo Fernández veröffentlichte Video löste international Empörung aus. Es zeigte mehrere Mitglieder der argentinischen Nationalmannschaft, die einen Gesang anstimmten, der bereits für seinen rassistischen und diskriminierenden Charakter berüchtigt war. Dass der Gesang auf den Tribünen angestimmt und anschließend in die Kabine mitgenommen wurde, verschärfte die Situation nur noch.
Chelsea trifft hart
Die Affäre um Enzo Fernández ging schnell über die Nationalmannschaften hinaus. Beim FC Chelsea, wo der Argentinier mit mehreren französischen Spielern zusammenspielte, sorgte der Vorfall für erhebliche Spannungen. Wesley Fofana verurteilte ihn öffentlich. „Unverhohlener Rassismus“Der englische Verein leitete daraufhin eine interne Untersuchung ein. Enzo Fernández entschuldigte sich später, doch der Schaden war bereits angerichtet.
Argentinien sieht sich gezwungen, seine Anhänger zu beruhigen
Das wiederholte Auftreten dieser abscheulichen rassistischen Vorfälle hat schließlich auch die argentinischen Behörden in Verlegenheit gebracht. Vor einem Qualifikationsspiel gegen Chile appellierte die argentinische Nationalmannschaft an ihre Anhänger, auf beleidigende oder diskriminierende Gesänge zu verzichten und wies sie auf die Gefahr internationaler Sanktionen hin.
Frankreich-Senegal, ein weiterer Zwischenfall vor laufenden Kameras
Der Kommentar während des Spiels Frankreich-Senegal setzte sich leider in diesem Stil fort und präsentierte das Spiel als eine Konfrontation. "zwischen zwei afrikanischen Ländern"Der argentinische Kommentator Pablo Giralt hat eine alte Kontroverse neu entfacht…