Marokko hat offiziell elf Todesopfer bei der Tragödie von Ceuta bestätigt, während die spanischen Behörden von einer deutlich höheren Zahl von 72 Opfern berichten. Diese erhebliche Diskrepanz wirft diplomatische Fragen zwischen den beiden Ländern auf.
Rabat schwieg lange, bevor zunächst eine offizielle Opferzahl von elf bekannt gegeben wurde. Auf spanischer Seite meldeten die Behörden 72 Opfer im Zusammenhang mit derselben Tragödie in Ceuta. Die massive Diskrepanz zwischen den beiden Zahlen verschärft nun die diplomatischen Spannungen zwischen Madrid und Rabat.
Diese Diskrepanz bei den Todeszahlen wirft Fragen nach den Kriterien auf, die die einzelnen Länder zur Zählung der Toten angewendet haben. Marokko, das lange zu den Ereignissen geschwiegen hatte, hat sich nun geäußert, ohne jedoch seine Zählmethode zu erläutern.
Spanien, das die Exklave Ceuta auf afrikanischem Boden verwaltet, nennt eine sechsmal höhere Zahl als sein Nachbar. Diese Diskrepanz spiegelt, über ihren rein numerischen Aspekt hinaus, die anhaltenden Schwierigkeiten bei der Etablierung einer transparenten Zusammenarbeit zwischen den beiden Seiten der Straße von Gibraltar in Migrations- und Sicherheitsfragen wider.
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