Das Furet du Nord-Netzwerk wurde durch die Krise im Kulturhandel geschwächt.
Das Furet du Nord-Netzwerk wurde durch die Krise im Kulturhandel geschwächt.

Die Nosoli-Gruppe, Inhaberin der Buchhandelsketten Furet du Nord und Decitre, gab am Dienstag ihre Absicht bekannt, Insolvenz anzumelden, um den Fortbestand ihrer Geschäftstätigkeit in dem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld zu sichern. Das Verfahren soll am 1. Juni vor dem Handelsgericht Lille Métropole beginnen.

Das Unternehmen, das rund 600 Mitarbeiter beschäftigt und 27 Buchhandlungen in Frankreich betreibt, erklärt, es wolle diesen Rechtsrahmen nutzen, um seinen Wandel zu beschleunigen und Arbeitsplätze zu erhalten. Der Konzern verweist insbesondere auf einen starken Rückgang im Markt für Kulturgüter, der sich durch einen deutlichen Umsatzrückgang über mehrere Jahre und zunehmend geringe Gewinnmargen auszeichnet.

Der Buchhandel steht unter Druck

Nosoli erklärt, dass das Unternehmen bereits mit der Umstrukturierung seiner Geschäftstätigkeit begonnen hat und sein Angebot um Spiele, Schreibwaren und kreative Hobbys erweitert sowie seine digitale Präsenz und seine Dienstleistungen für Freiberufler ausbaut. Der seit Jahresbeginn schneller als erwartet eingetretene Rückgang der Konsumausgaben dürfte jedoch den Insolvenzantrag ausgelöst haben.

Trotz dieser Situation versichern die Buchhandelsketten Furet du Nord und Decitre, dass ihre Filialen während des Verfahrens regulär geöffnet bleiben. Die Gruppe, die 2025 einen Umsatz von 150 Millionen Euro erwirtschaftete, reiht sich in die wachsende Liste von Buchhändlern ein, die in einem stark vom Onlinehandel und dem Rückgang der Printnutzung geprägten Markt mit Schwierigkeiten zu kämpfen haben.

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