Der israelische Konzern Elbit Systems entwickelt neue Ausrüstung zur Abwehr der von der Hisbollah im Libanon eingesetzten Sprengstoffdrohnen, erklärte CEO Bezhalel Machlis am Dienstag. Zu den untersuchten Technologien gehören Hochenergie-Abwehrsysteme, darunter Laserwaffen.
Laut dem Chef des führenden israelischen Rüstungskonzerns arbeitet das Unternehmen eng mit dem israelischen Verteidigungsministerium zusammen, um schnellstmöglich eine Antwort auf die wachsende Bedrohung durch Kamikaze-Drohnen zu finden. Diese kostengünstigen und relativ einfach zu montierenden Fluggeräte werden in modernen Konflikten immer häufiger eingesetzt.
Seit der Waffenruhe vom 16. April liefern sich Israel und die Hisbollah weiterhin Luftangriffe im Südlibanon. Die vom Iran unterstützte Bewegung setzte dabei insbesondere Sprengstoffdrohnen gegen israelische Stellungen ein, was laut Behördenangaben zum Tod israelischer Soldaten führte.
Diese Drohnen stellen eine besondere Herausforderung für herkömmliche Luftverteidigungssysteme dar. Ihre geringe Größe, die niedrigen Kosten und die Fähigkeit, bestimmte Störsender zu umgehen, erschweren ihre Abfangung – ein Phänomen, das auch im Krieg zwischen Russland und der Ukraine zu beobachten war.
Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu versprach diese Woche, die Operationen gegen die Hisbollah im Libanon zu intensivieren, ohne jedoch Einzelheiten zu den geplanten Maßnahmen zur effektiven Neutralisierung der von der schiitischen Bewegung eingesetzten Drohnen zu nennen.
In einem Interview mit Reuters erklärte Bezhalel Machlis, dass Elbit aktiv verschiedene technologische Lösungen, darunter auch „Energiewaffen“ wie Laser, erforsche. Er deutete zudem an, dass weitere Systeme zur Bekämpfung dieser neuen Bedrohung untersucht würden.
Diese Aussagen erfolgen im Zuge der Veröffentlichung deutlich höherer Finanzergebnisse von Elbit Systems für das erste Quartal. Nach dieser Bekanntgabe stieg die an der Nasdaq notierte Aktie des Konzerns im frühen Handel um rund 8 %.
Gemeinschaft
Bemerkungen
Die Kommentarfunktion ist geöffnet, aber vor Spam geschützt. Beiträge und Kommentare mit Links werden manuell geprüft.
Sei der Erste, der diesen Artikel kommentiert.