Die britische Fluggesellschaft EasyJet hat ein Übernahmeangebot des US-Investmentfonds Apollo im Wert von 5,7 Milliarden Pfund angenommen, nachdem ihr Konkurrent Castlelake, ein weiterer amerikanischer Bieter, sein Angebot zurückgezogen hatte.
Apollo hat den Zuschlag erhalten. Der amerikanische Fonds bot 7,15 Pfund pro EasyJet-Aktie und übertraf damit das letzte Angebot von Castlelake in Höhe von 6,90 Pfund. Castlelake zog sich daraufhin aus dem Übernahmekampf zurück, wodurch der Weg für den Abschluss der Vereinbarung frei wurde.
Seit Ende Mai herrschte Unsicherheit über die Zukunft des Unternehmens, als bekannt wurde, dass Castlelake eine Übernahme erwog. Der Fonds hatte zuvor mehrere Absagen von EasyJet erhalten, die ihm vorwarf, das Unternehmen „zu einem Spottpreis“ erwerben zu wollen. Gerade als eine Einigung zwischen den beiden Parteien unmittelbar bevorzustehen schien, legte Apollo ein höheres Angebot vor.
EasyJet wurde 1995 von Sir Stelios Haji-Ioannou gegründet, um Billigflüge zwischen Großbritannien und Europa anzubieten. Der Erstflug fand im November desselben Jahres auf den Strecken Luton–Glasgow und Luton–Edinburgh statt. Die Fluggesellschaft beschäftigt heute über 19.000 Mitarbeiter und bedient rund 1.200 Strecken in 35 europäischen Ländern.
Apollo bekundete seine „volle“ Unterstützung für die aktuelle Strategie von EasyJet und verwies auf „eine bedeutende Chance, die operativen und kommerziellen Ziele des Konzerns zu beschleunigen“. Alex van Hoek, Partner und Leiter des europäischen Private-Equity-Bereichs bei Apollo, lobte die „differenzierte Position“, die EasyJet dank „seinem Kundenangebot, seinem umfassenden Netzwerk und seiner starken Marke“ aufgebaut habe.
Der Vorstandsvorsitzende von EasyJet, Kenton Jarvis, begrüßte „Apollos Engagement für unser Unternehmen und unsere Teams“ und ist überzeugt, dass die Erfahrung des Fonds in der Luftfahrtbranche ihn zu einem „starken Partner“ macht.
Gemeinschaft
Bemerkungen
Schreiben Sie eine Rezension
Sei der Erste, der diesen Artikel kommentiert.