Der Zahlungsdienstleister Almerys bestätigte am Montag, Opfer eines Cyberangriffs geworden zu sein, bei dem die persönlichen Daten von Versicherten einer Zusatzkrankenversicherung offengelegt wurden. Das Unternehmen gab an, dass unbefugter Zugriff auf sein Online-System zur Abrechnung von Leistungsanträgen erfolgte, das von einigen Ärzten und anderen Gesundheitseinrichtungen für die Beantragung von Kostenerstattungen genutzt wird.
Laut der Gruppe umfassen die möglicherweise kompromittierten Daten Namen, Nachnamen, Geburtsdaten, Sozialversicherungsnummern, Referenzen von Krankenversicherungsverträgen und Versicherungszeiträume. Almerys versichert jedoch, dass Bankinformationen, medizinische Daten, Abrechnungen von Gesundheitsleistungen und Passwörter von diesem Angriff nicht betroffen waren.
Mehrere Versicherungsvereine auf Gegenseitigkeit sind von dem Vorfall betroffen.
Nach Entdeckung des Angriffs wurde die betroffene Website vorübergehend geschlossen, wodurch es zu Beeinträchtigungen einiger Dienste in den Bereichen Optik, Zahnmedizin, Audiologie und Krankenhäuser kam. Das Unternehmen versichert jedoch, dass seine anderen Zahlungsdienste weiterhin funktionieren und die Auszahlung von Sozialleistungen regulär abgewickelt wird.
Der Dienstleister arbeitet insbesondere mit mehreren großen Zusatzversicherungsorganisationen wie MGEN, Harmonie Mutuelle, AG2R La Mondiale oder Alan zusammen, die ihre Mitglieder bereits an diesem Wochenende nach Bekanntwerden des Hackerangriffs zur Wachsamkeit aufgerufen hatten.
Die Pariser Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen eingeleitet.
Almerys erklärt, umgehend Sicherheitsmaßnahmen ergriffen zu haben, um unbefugten Zugriff zu unterbinden und die Folgen des Angriffs zu begrenzen. Das Unternehmen hat außerdem die französische Datenschutzbehörde CNIL (Commission Nationale de l'Informatique et des Libertés) und die französische Cybersicherheitsbehörde ANSSI (Agence Nationale de Cybersecurity) benachrichtigt.
Die Pariser Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen aufgenommen, die der Spezialeinheit des Polizeipräsidiums übertragen wurden. Dieser neue Vorfall ereignet sich mehr als ein Jahr nach einem früheren massiven Cyberangriff, der Anfang 2024 ebenfalls gegen die Gruppe gerichtet war.
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