„La Gradiva“ beschert dem französischen Kino seinen ersten Triumph in Cannes.
„La Gradiva“ beschert dem französischen Kino seinen ersten Triumph in Cannes.

Der Hauptpreis der Filmfestspiele von Cannes 2026 wurde an ein junges französisches Talent verliehen. Mittwoch, 20. Mai. GradivaMarine Atlans Spielfilmdebüt, der im Rahmen der *Critics' Week Grand Prize* präsentiert wurde, gewann den Hauptpreis. Der Film, der in dieser Sektion für Erst- und Zweitfilme gezeigt wurde, beeindruckte das Publikum laut Kritiken durch seine Regie und die einfühlsame Darstellung der Adoleszenz. Le Monde et USAinformations.

Eine Coming-of-Age-Geschichte, die zwischen Neapel und Pompeji spielt

Der Film begleitet eine Abschlussklasse auf ihrer Italienreise. Zwischen Neapel und den Ruinen von Pompeji fängt Marine Atlan die Sehnsüchte, Zweifel und Spannungen dieser Gruppe von Teenagern ein. Im Mittelpunkt der Geschichte steht ein Schüler, gespielt von Colas Quignard, der versucht, seinen Platz im Leben zu finden und sich dabei seinen Unsicherheiten zu stellen.

D'après Le MondeIn seinem Debütfilm vereint der Regisseur zwei Stile: eine naturalistische Erzählung über eine Klassenfahrt und eine romantischere Dimension, die sich auf die inneren Konflikte der Hauptfigur konzentriert. Der Filmemacher, der zuvor als Kameramann bei Filmen wie … bekannt war … Jessica für immer von Caroline Poggi und Jonathan Vinel oder Der Versunkene Louise Hémons Film ist ein bemerkenswertes Werk, das sich durch seine visuelle Brillanz auszeichnet. Er wurde größtenteils mit Laiendarstellern gedreht und kommt am 4. November in die Kinos; der Verleih ist Tandem.

Eine von Kritikern als unausgewogen bewertete Ausgabe

Die Jury der Critics' Week, die in diesem Jahr von der indischen Regisseurin Payal Kapadia geleitet wurde, vergab außerdem folgende Auszeichnungen: Viva! Der Film der spanischen Regisseurin Aina Clotet, Gewinnerin des Revelation Prize der Louis-Roederer-Stiftung, erzählt die Geschichte einer Frau, die nach einer Brustkrebserkrankung versucht, die Freude am Leben wiederzuentdecken.

Trotz dieser Unterschiede Le Monde Die Zeitung ist der Ansicht, dass die 65. Ausgabe der Critics' Week in ihrem künstlerischen Angebot relativ zahm ausfiel. Sie beschreibt eine Auswahl, die von oft vorhersehbaren Geschichten und ähnlichen Erzählstrukturen geprägt war. In diesem Kontext Gradiva erscheint als eines der seltenen Werke, das durch seine ambitionierte Inszenierung und formale Einzigartigkeit wirklich überzeugt hat.

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