Ein Jahr nach Der Fremde des Großen BogensStéphane Demoustier ändert seinen Stil radikal mit Die Hitze, eine Adaption von Victor Jestins Roman, Gewinner des Prix Femina des Lycéens. Diesmal entführt der Regisseur die Zuschauer auf einen Campingplatz in der Region Landes, wo ein brütend heißer Sommer sich allmählich in einen Albtraum verwandelt.
Der Film begleitet den 17-jährigen Marouane im Urlaub mit seiner Familie. Nach einer Tragödie auf einer Party mit anderen Jugendlichen findet sich der junge Mann allein wieder, belastet von einem schweren Geheimnis. Als das Verschwinden eines Jungen den Campingplatz in Aufruhr versetzt, versucht er, seine Schuldgefühle zu verbergen und entdeckt dabei seine ersten Liebesgefühle.
Eine erdrückende Inszenierung im Dienste der Erzählung
Stéphane Demoustier nutzt die drückende Hitze als wahres dramatisches Mittel. Nahaufnahmen von Gesichtern, sonnengegerbten Körpern und Zeitlupenaufnahmen vermitteln Marouanes wachsendes Unbehagen, hin- und hergerissen zwischen Angst, Reue und Verlangen.
Mit Hadrien Hussein in der Hauptrolle und Tristan Richard als einem ambivalenten Freund, Die Hitze Der Film erkundet einfühlsam die Wirren der Adoleszenz. Dieses intime Drama, in dem sich Psychothriller und Sommerchronik verweben, bestätigt die Fähigkeit des Filmemachers, seinen Stil neu zu erfinden und dabei stets die Verletzlichkeit seiner Figuren im Blick zu behalten.
Gemeinschaft
Bemerkungen
Die Kommentarfunktion ist geöffnet, aber vor Spam geschützt. Beiträge und Kommentare mit Links werden manuell geprüft.
Sei der Erste, der diesen Artikel kommentiert.