Zwei Männer im Alter von 18 und 20 Jahren wurden festgenommen, nachdem Im Wald von Fontainebleau brachen mehrere Brände aus.Der jüngere Mann, der bisher weder polizeilich noch gerichtlich bekannt war, wurde bei seiner Festnahme mit einem Feuerzeug und rußverschmierten Händen angetroffen. Der zweite Mann, der den Strafverfolgungsbehörden bereits bekannt war, wurde in der Nähe des Brandes im Gebiet von Faisanderie gesehen. Die Ermittler versuchen nun, ihre genaue Rolle bei den Bränden zu klären, die mehr als 1.900 Hektar des Gebirges verwüstet haben.
Ein junger Mann wurde mit einem Feuerzeug festgenommen.
Der erste Verdächtige wurde am Montag, dem 13. Juli, gegen 16:00 Uhr festgenommen. Der 18-Jährige war bisher nicht polizeilich bekannt. Bei seiner Festnahme fanden die Beamten ein Feuerzeug bei ihm. Seine Hände waren zudem mit Ruß bedeckt. Er wurde anschließend der Gendarmerie übergeben, die mit den Ermittlungen zu den verschiedenen Bränden im Gebirge beauftragt war.
Diese Spuren müssen nun untersucht und mit den Erkenntnissen von den Brandorten verglichen werden. Das Vorhandensein eines Feuerzeugs und Ruß allein reicht nicht aus, um eine strafrechtliche Verantwortlichkeit nachzuweisen. Vernehmungen, die Bewegungen des Verdächtigen, seine Telefonaufzeichnungen und vorhandenes Videomaterial von Überwachungskameras werden dazu beitragen, die Umstände seiner Festnahme aufzuklären.
Ein zweiter Verdächtiger wurde in der Nähe der Fasanerie gemeldet.
Ein weiterer Mann wurde am Montag gegen 22:30 Uhr festgenommen. Zeugen hatten eine Person gemeldet, die sich in der Nähe des Brandortes im Viertel Faisanderie, unweit von Fontainebleau, verdächtig verhielt. Der Verdächtige, ein 20-Jähriger, der der Polizei bereits bekannt ist, wurde im Rahmen der Ermittlungen wegen möglicher Brandstiftung in Gewahrsam genommen.
Dieses Feuer brach am Montagnachmittag etwa fünf Kilometer vom Hauptbrand entfernt aus, der am Sonntag nahe der Autobahn A6 ausgebrochen war. Bis zum Abend hatte es bereits rund 100 Hektar Land zerstört. Die Ermittler prüfen, ob die beiden Brände einen gemeinsamen Ursprung haben und ob die Festgenommenen mit einem oder mehreren Brandherden in Verbindung gebracht werden können.
In einem kleinen Gebiet brachen etwa zehn Brände aus.
Erste Erkenntnisse bestärkten den Verdacht auf Brandstiftung. Rund zehn Brandherde wurden in einem Umkreis von etwa einem Kilometer identifiziert, insbesondere entlang einer Straße am Waldrand. Mehrere Brände wurden nahe beieinander und fast gleichzeitig beobachtet.
Der Staatsanwalt von Fontainebleau bekräftigte, dass keine Hypothese ausgeschlossen worden sei. Experten müssen nun klären, ob bestimmte Brände durch herumfliegende Glut, Fahrlässigkeit, einen Unfall oder vorsätzliche Handlungen verursacht wurden. Die beiden Festgenommenen gelten bis zu ihrer Verurteilung als unschuldig.
Mehr als 1.900 Hektar von Flammen verwüstet
Bis Dienstagmorgen hatten Brände im Waldgebiet von Fontainebleau über 1.900 Hektar Land zerstört. Das erste Feuer brach am Sonntagnachmittag in der Nähe der Autobahn A6 aus. Ein zweites Feuer ereignete sich am Montag in der Gegend um Faisanderie. Knapp 1.000 Menschen wurden vorsorglich aus den bedrohten Städten und Dörfern evakuiert.
Rund 850 Feuerwehrleute waren im Einsatz, darunter 650 aus anderen Wehren. Vier Löschflugzeuge, begleitet von Hubschraubern, nahmen an den Löscharbeiten teil. Canadair-Löschflugzeuge pumpten Wasser aus der Seine – ein Novum bei einem Einsatz dieser Größenordnung in der Region Île-de-France. Die über Nacht unterbrochenen Löscharbeiten wurden am Dienstagmorgen wieder aufgenommen.
Hitze, trockene Luft und Wind fachten die Ausbreitung der Flammen an. Der Wald umfasst ausgedehnte Flächen mit Farnen, Nadelbäumen und verdorrter Vegetation. Das Massiv erstreckt sich über rund 25.000 Hektar und empfängt jährlich fast 15 Millionen Besucher. Ein Teil eines streng geschützten Naturschutzgebietes wurde in Mitleidenschaft gezogen.
Seit Beginn der Brände wurden in Frankreich 59 Personen festgenommen.
Die beiden Festnahmen in Fontainebleau erhöhen die Zahl der in Frankreich wegen Brandstiftung oder versehentlich verursachter Brände festgenommenen Personen auf 59. Darunter befinden sich 30 Erwachsene und 29 Minderjährige. Bei den Festgenommenen handelt es sich um Personen, die der Brandstiftung verdächtigt werden, sowie um solche, denen fahrlässiges Verursachen eines Brandes vorgeworfen wird.
Sieben Personen wurden nach Geständnissen wegen Brandstiftung in Untersuchungshaft genommen. Laurent Nuñez berichtete außerdem, dass einige der seit Beginn der Brandserie Festgenommenen Wiederholungstäter seien.
Zwei Jugendliche im Alter von 14 und 15 Jahren wurden am Montagabend in Vernou-la-Celle-sur-Seine im Département Seine-et-Marne festgenommen. Sie stehen im Verdacht, ein Feuer gelegt zu haben, das rund 150 Quadratmeter Vegetation zerstörte. Sie befinden sich in Untersuchungshaft.
Gemeinschaft
Bemerkungen
Die Kommentarfunktion ist geöffnet, aber vor Spam geschützt. Beiträge und Kommentare mit Links werden manuell geprüft.
Sei der Erste, der diesen Artikel kommentiert.