Miss Israel 2025 prangert Betrug im Auswahlverfahren für die Miss-Universe-Wahl an; die Organisation disqualifiziert sie.
Miss Israel 2025 prangert Betrug im Auswahlverfahren für die Miss-Universe-Wahl an; die Organisation disqualifiziert sie.

Die Krise um die Wahl zur Miss Israel 2026 spitzt sich zu. Melanie Shiraz, Miss Israel 2025, wurde von der Miss Israel Organisation offiziell ihres Amtes enthoben, nachdem sie mangelnde Transparenz im Auswahlverfahren für die nächste israelische Vertreterin, die Israel bei der Miss Universe Wahl vertreten soll, angeprangert hatte. In einer am Freitag veröffentlichten Erklärung teilte die Organisation mit, dass Melanie Shiraz nicht länger befugt sei, sie zu vertreten, in ihrem Namen zu sprechen oder in irgendeiner offiziellen Funktion für sie aufzutreten. Diese Ankündigung erfolgt, nachdem Shiraz den Organisatoren vorgeworfen hatte, ein ihrer Ansicht nach manipuliertes und vorab festgelegtes Verfahren angewendet zu haben.

In seiner Aussage, Miss Israel Organisation Shows Mit Wirkung vom 5. Juni 2026 ist Melanie Shiraz nicht mehr befugt, die Miss Israel Organisation zu vertreten, in ihrem Namen zu sprechen oder in offizieller Funktion für sie aufzutreten. Die Miss Israel Organisation konzentriert sich weiterhin auf ihre Mission: Frauen zu stärken, israelische Exzellenz auf internationaler Ebene zu fördern und Repräsentantinnen auszuwählen, die Professionalität, Integrität, Führungsqualitäten und Respekt vor anderen verkörpern. Wir sind stolz auf die geleistete Arbeit zur Wiederherstellung der israelischen Präsenz im Miss Universe-System und freuen uns darauf, die Zukunft der Organisation weiter zu gestalten. Die Organisation betrachtet diese Angelegenheit als abgeschlossen und wird sich künftig darauf konzentrieren, die nächste Generation israelischer Repräsentantinnen zu unterstützen, anstatt sich in langwierige öffentliche Auseinandersetzungen zu verwickeln.

Melanie Shiraz verteidigt ihre Glaubwürdigkeit

In einem Interview mit Der AlgemeinerMelanie Shiraz beteuert, dass sie sich weder von juristischen Drohungen noch von Angriffen auf ihre Glaubwürdigkeit einschüchtern lassen wird. Sie gibt an, umfangreiches Beweismaterial vorgelegt zu haben, um ihre Anschuldigungen bezüglich der Geschäftspraktiken des Wettbewerbs zu untermauern. Ihren Aussagen zufolge wurden ihre Warnungen nicht mit Transparenz, sondern mit Druck und Einschüchterung beantwortet. „Während meiner gesamten Amtszeit wurden meine Anliegen oft nicht mit Transparenz oder Rechenschaftspflicht beantwortet, sondern mit Druck, Einschüchterung und Versuchen, die öffentliche Meinung zu kontrollieren. Die heutigen juristischen Drohungen wirken daher weniger wie ein aufrichtiges Bestreben, die Wahrheit ans Licht zu bringen, als vielmehr wie eine Fortsetzung genau jenes Verhaltens, das mich dazu veranlasst hat, mich öffentlich zu äußern.“

Anschuldigungen, die sie nach eigenen Angaben beweisen kann

Melanie Shiraz beteuert, ihre Aussagen beruhten nicht auf Gerüchten. Sie behauptet, im Besitz von Dokumenten, schriftlichen Nachrichten, Aufnahmen, Korrespondenz und direkter Kommunikation mit den Organisatoren zu sein. „Meine Anschuldigungen beruhen nie auf Gerüchten oder Spekulationen. Sie basieren auf Dokumenten, schriftlichen Nachrichten, Aufnahmen, Korrespondenz und direkter Kommunikation der Organisatoren selbst, die ich belegen kann.“

Ein umkämpfter Wettbewerb im Jahr 2026

Im Zentrum ihrer Anschuldigungen steht die Wahl der Miss Israel 2026. Melanie Shiraz behauptet, es gäbe keinen echten nationalen Wettbewerb zur Ermittlung der nächsten Miss Israel, die das Land bei der Miss Universe Wahl vertreten soll. Laut ihren Aussagen werde der Prozess von den Organisatoren manipuliert, die zudem Druck auf sie ausgeübt, sie bedroht und versucht hätten, Geld von ihr zu erpressen. Sie beteuert, dass einige Kandidatinnen vorausgewählt und die Gewinnerin im Voraus bestimmt worden sei, während der Wettbewerb der Öffentlichkeit als traditioneller Schönheitswettbewerb präsentiert wurde.

Edgar Entertainment im Zentrum der Kontroverse

Im Zentrum des Falls steht das in Miami ansässige Unternehmen Edgar Entertainment unter der Leitung von Edgar Saakyan. Das Unternehmen behauptet, die Miss-Universe-Lizenz für Israel in den Jahren 2024 und 2025 besessen zu haben, bevor es die Franchise im Januar 2026 im Rahmen eines mehrjährigen Vertrags an Miss Israel LLC übertrug. Der Algemeiner Das Medienunternehmen berichtet, Edgar Entertainment um Dokumente gebeten zu haben, die diese Darstellung der Ereignisse bestätigen, jedoch keine Antwort erhalten zu haben. Es behauptet außerdem, dass in Florida im März 2026 eingereichte öffentliche Dokumente Edgar Entertainment LLC als autorisierter Geschäftsführer von Miss Israel LLC ausweisen, was darauf hindeutet, dass das Unternehmen weiterhin eine kontrollierende Rolle im Franchise-Unternehmen innehat.

Zwei unvereinbare Versionen

Die Miss Israel Organisation erklärt den Fall für abgeschlossen und wirft Melanie Shiraz vor, dem Ruf der Franchise geschadet zu haben. Melanie Shiraz hingegen hält an ihren Anschuldigungen fest und beteuert, Beweise dafür zu haben. Im Zentrum der Krise stehen nun zwei Punkte: die Transparenz des Auswahlverfahrens für Miss Israel 2026 und die tatsächliche Aufsicht über die Franchise, die Israel im Miss Universe-System vertritt.

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