Mexiko: Video mutmaßlicher Übergriffe belastet ehemaligen Pemex-Chef Sheinbaum, der schwört, sich nicht schützen zu lassen.
Mexiko: Video mutmaßlicher Übergriffe belastet ehemaligen Pemex-Chef Sheinbaum, der schwört, sich nicht schützen zu lassen.

Die mexikanische Präsidentin Claudia Sheinbaum erklärte am Montag, dass der ehemalige Chef des staatlichen Ölkonzerns Pemex, Victor Rodriguez, nach der Veröffentlichung eines Videos, das ihn offenbar beim Angriff auf seine Frau zeigt, keinen Schutz erhalten werde. Die Behörden haben strafrechtliche Ermittlungen eingeleitet.

Das Video, das am Freitag von einer Frau, die sich als Maria Felicia Jimenez, Ehefrau von Victor Rodriguez, ausgab, auf YouTube veröffentlicht wurde, stammt offenbar von einer Überwachungskamera in ihrem Haus. Die Aufnahmen vom 15. März 2026 zeigen einen Mann, der als Rodriguez identifiziert wurde, wie er eine Frau am Hals packt, an den Haaren zieht, sie heftig stößt und festhält.

Auf Nachfrage erklärte Claudia Sheinbaum, sie werde niemanden vor solchen Anschuldigungen schützen. Sie stellte außerdem klar, dass Victor Rodriguez kein anderes Amt in ihrer Regierung bekleiden werde und bekräftigte, dass die Justizbehörden ihre Arbeit völlig unabhängig ausführen können müssten.

Zum Zeitpunkt der mutmaßlichen Ereignisse war Victor Rodriguez noch Chef von Pemex. Er hatte seinen Rücktritt am 14. Mai in einem gemeinsam mit dem Präsidenten aufgenommenen Video angekündigt. Der Präsident dankte ihm für seine Arbeit und erklärte, sein Ausscheiden sei Teil eines vor seinem Amtsantritt vereinbarten Zeitplans.

Reuters berichtet, dass der ehemalige Manager für eine Stellungnahme nicht erreichbar war. In einer am Freitag auf einem ihm offenbar gehörenden Social-Media-Konto veröffentlichten Erklärung heißt es jedoch, dass er für die Dauer der Ermittlungen von allen öffentlichen Ämtern zurücktritt und uneingeschränkt mit den zuständigen Behörden kooperieren werde.

Die Staatsanwaltschaft hat ein Strafverfahren eingeleitet, um die Umstände der im Video gezeigten Ereignisse aufzuklären. Bislang haben die Behörden keine weiteren Informationen zum Ermittlungsstand oder zu möglichen Anklagen veröffentlicht.

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