Die Ukraine bittet die EU um 6,6 Milliarden Euro zur Stärkung ihrer militärischen Anstrengungen.
Die Ukraine bittet die EU um 6,6 Milliarden Euro zur Stärkung ihrer militärischen Anstrengungen.

Die Ukraine hat ihre Partner in der Europäischen Union um die Mobilisierung von 6,6 Milliarden Euro aus der Europäischen Friedensfazilität zur Unterstützung ihrer militärischen Bemühungen gegen Russland gebeten. Kiew sieht sich auf dem Schlachtfeld ein Zeitfenster von sechs bis neun Monaten und strebt eine Beschleunigung der Lieferungen von Ausrüstung und Unterstützung an.

Laut einem Reuters vorliegenden Schreiben des ukrainischen Verteidigungsministers Mychajlo Fjodorow beläuft sich der gesamte Verteidigungsbedarf der Ukraine für das laufende Jahr auf rund 136 Milliarden Euro. Davon würden etwa 53 Milliarden Euro aus dem Staatshaushalt gedeckt, was eine erhebliche Finanzierungslücke hinterlässt.

Der ukrainische Beamte erklärte, die Europäische Union werde voraussichtlich im Jahr 2026 im Rahmen eines größeren Kredits in Höhe von 90 Milliarden Euro Verteidigungshilfe in Höhe von rund 28,3 Milliarden Euro leisten. Trotz dieser Zusagen betont Kiew, dass weiterhin erheblicher Bedarf ungedeckt sei.

In diesem Zusammenhang ist die Ukraine der Ansicht, dass die Mittel der Europäischen Friedensfazilität einen der bedeutendsten Beiträge Europas in diesem Jahr darstellen könnten. Sie besteht jedoch darauf, dass diese Ressourcen ausschließlich für Zwecke eingesetzt werden, die eine unmittelbare und direkte militärische Wirkung vor Ort haben.

Während der Krieg andauert, verstärkt Kiew seine Appelle an seine westlichen Verbündeten, die finanzielle und militärische Unterstützung aufrechtzuerhalten und auszuweiten, da man davon ausgeht, dass die kommenden Monate für den Verlauf des Konflikts entscheidend sein könnten.

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