Die NATO gab am Dienstag ihre Absicht bekannt, rund zehn GlobalEye-Überwachungsflugzeuge des schwedischen Konzerns Saab zu erwerben, um ihre alternde AWACS-Flotte zu ersetzen. Das Programm soll ein Volumen von rund 4,5 Milliarden US-Dollar erreichen.
Diese Entscheidung, die auf dem Gipfeltreffen der Allianz in Ankara bekannt gegeben wurde, markiert die Wahl des schwedischen Systems gegenüber dem E-7 Wedgetail des amerikanischen Herstellers Boeing.
NATO-Generalsekretär Mark Rutte erklärte, dass die Ablösung der AWACS-Drohnen, die seit dem Kalten Krieg im Einsatz sind und an ihrem imposanten rotierenden Radar erkennbar sind, es dem Bündnis ermöglichen wird, besser auf moderne Bedrohungen, einschließlich Drohnenschwärme, zu reagieren.
„Dies wird es uns ermöglichen, die Stärke und Glaubwürdigkeit der Überwachungs- und Frühwarnfähigkeiten der NATO für die kommenden Jahrzehnte aufrechtzuerhalten“, sagte Mark Rutte.
Während der amerikanische Präsident Donald Trump Während er die europäischen Verbündeten weiterhin dazu aufrief, ihre Militärausgaben zu erhöhen und mehr amerikanische Ausrüstung zu kaufen, betonte der NATO-Generalsekretär den transatlantischen Charakter des Programms.
Seinen Angaben zufolge wurde das GlobalEye-System, das in den Businessjets Bombardier Global 6500 installiert ist, in Zusammenarbeit zwischen europäischen, kanadischen und amerikanischen Unternehmen entwickelt.
GlobalEye konkurrierte mit Boeings E-7 Wedgetail, einem Kommando- und Überwachungsflugzeug auf Basis der Boeing 737, das zur Koordinierung von Luftoperationen entwickelt wurde.
Die NATO gab an, dass GlobalEye seine Effektivität bereits im Einsatz unter Beweis gestellt habe, ohne jedoch näher auf die Kriterien einzugehen, die zu ihrer Wahl geführt hatten.
Die Allianz nimmt nun formelle Verhandlungen mit Saab auf, um den Vertrag abzuschließen.
Der Vorstandsvorsitzende von Saab, Micael Johansson, schätzte den Wert des Programms auf rund 4,5 Milliarden US-Dollar und deutete an, dass die ersten Auslieferungen bereits 2030 beginnen könnten, falls in den kommenden Monaten eine Einigung erzielt wird.
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