Indien verschiebt wichtigen Gipfel mit Afrika aufgrund der Ebola-Epidemie.
Indien verschiebt wichtigen Gipfel mit Afrika aufgrund der Ebola-Epidemie.

Indien und die Afrikanische Union haben beschlossen, ihren wichtigen Gipfel, der für nächste Woche in Neu-Delhi geplant war, aufgrund der „sich zuspitzenden Gesundheitssituation“ auf dem afrikanischen Kontinent zu verschieben. Dies ist offensichtlich eine Anspielung auf die Ebola-Epidemie, die derzeit die internationalen Gesundheitsbehörden beunruhigt.

Der vierte Gipfel des Indien-Afrika-Forums sollte vom 28. bis 31. Mai in der indischen Hauptstadt stattfinden. Ziel war es, führende Politiker und Minister zusammenzubringen, um verschiedene strategische Themen zu erörtern, darunter Handel, Investitionen, Innovation, digitale Technologien, nachhaltige Entwicklung und globale Governance.

In einer am Donnerstag veröffentlichten Erklärung erläuterte das indische Außenministerium, dass die Entscheidung nach Gesprächen über die sich entwickelnde Gesundheitssituation in bestimmten Regionen Afrikas getroffen wurde. Weitere Details zu den damit verbundenen Risiken wurden jedoch nicht offiziell bekannt gegeben.

Diese Ankündigung erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem die Demokratische Republik Kongo mit einer Epidemie konfrontiert ist, die auf einen seltenen Stamm des Ebola-Virus zurückzuführen ist, für den es derzeit keinen zugelassenen Impfstoff gibt.

Laut Weltgesundheitsorganisation wurden seit Ausbruch der Krankheit vor etwa zwei Monaten rund 600 Verdachtsfälle und 139 mutmaßliche Todesfälle registriert. Die Gesundheitsbehörden befürchten einen raschen Anstieg der Fallzahlen in den kommenden Wochen.

Das Indien-Afrika-Forum ist ein wichtiges diplomatisches Ereignis für Neu-Delhi, das seit mehreren Jahren bestrebt ist, seinen wirtschaftlichen und politischen Einfluss auf dem afrikanischen Kontinent angesichts der wachsenden Konkurrenz anderer Weltmächte, insbesondere Chinas, zu stärken.

Das indische Außenministerium teilte mit, dass neue Termine für den Gipfel später bekannt gegeben würden, sobald die gesundheitliche Lage als stabiler eingeschätzt werde.

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