Die Straße von Hormuz ist fast lahmgelegt: Ein chinesisches Schiff gehört zu den wenigen Schiffen, die noch in Betrieb sind.
Die Straße von Hormuz ist fast lahmgelegt: Ein chinesisches Schiff gehört zu den wenigen Schiffen, die noch in Betrieb sind.

Der Schiffsverkehr in der Straße von Hormuz hat in den letzten Tagen deutlich abgenommen, so sehr, dass ein chinesisches Containerschiff zu den wenigen Schiffen gehört, die es in den letzten 24 Stunden geschafft haben, diese strategische Route zu passieren.

Laut am Donnerstag veröffentlichten Daten der Schifffahrtsanalyse passierte das chinesische Schiff Zhong Gu Nan Chang die Straße von Hormus inmitten wachsender Unsicherheit über die vollständige Wiedereröffnung dieser wichtigen Wasserstraße für den globalen Öl- und Warenhandel.

Vor dem Ausbruch des Krieges gegen den Iran am 28. Februar durchquerten täglich zwischen 125 und 140 Schiffe die Straße von Hormus. Jetzt ist der Schiffsverkehr auf nur noch etwa zehn Passagen pro Tag zurückgegangen, die hauptsächlich aus Containerschiffen, Massengutfrachtern, Chemikalientankern und einigen Öltankern bestehen.

Die analysierten Daten zeigen, dass trotz des brüchigen Waffenstillstands in der Region nur sehr wenige Öltanker diese Route nutzen. Laut Schiffsverfolgungsunternehmen hat in letzter Zeit lediglich ein mit dem Iran in Verbindung stehender Öltanker den Golf von Oman durchquert.

Dieser drastische Rückgang des Schiffsverkehrs ist auf die anhaltenden Spannungen zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran zurückzuführen, da die Verhandlungen über ein Abkommen weiterhin festgefahren sind. Die amerikanische Blockade iranischer Häfen und Teherans Kontrolle über die Straße von Gibraltar erschweren die laufenden diplomatischen Gespräche erheblich.

Die Situation gibt insbesondere im internationalen Schifffahrtssektor Anlass zur Sorge. Rund 20.000 Seeleute sitzen derzeit im Golf auf Hunderten von Schiffen fest, die durch den Konflikt und die Schifffahrtsbeschränkungen außer Betrieb gesetzt wurden.

Die Straße von Hormuz ist nach wie vor einer der wichtigsten Energietransitpunkte der Welt; ein großer Teil der globalen Ölexporte passiert diese schmale Meerenge zwischen Iran und Oman.

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