Kanada will das amerikanische Zeitalter hinter sich lassen: Ottawa verhandelt mit Schweden über einen Mega-Militärvertrag.
Kanada will das amerikanische Zeitalter hinter sich lassen: Ottawa verhandelt mit Schweden über einen Mega-Militärvertrag.

Kanada gab am Mittwoch bekannt, dass es Verhandlungen mit dem schwedischen Konzern Saab über den Erwerb von bis zu sechs GlobalEye-Luftüberwachungssystemen aufgenommen hat. Der Vertrag könnte ein Volumen von bis zu 5 Milliarden kanadischen Dollar bzw. rund 3,6 Milliarden US-Dollar erreichen.

Premierminister Mark Carney stellte diese Initiative als einen wichtigen Schritt in der Strategie zur Verringerung der Abhängigkeit Kanadas von den Vereinigten Staaten dar, die dennoch Ottawas wichtigster Handelspartner bleiben und einen großen Anteil am kanadischen Außenhandel ausmachen.

Auf einer Konferenz zu Verteidigung und Sicherheit erklärte Mark Carney, Kanada habe Gespräche über den Kauf des von Saab entwickelten luftgestützten Frühwarn- und Kontrollsystems GlobalEye aufgenommen. Die Regierung ist überzeugt, dass dieses Programm die strategische Autonomie des Landes im militärischen Bereich stärken könnte.

Laut Ottawa würden durch das Projekt über 3 Arbeitsplätze in Kanada geschaffen. Ein bedeutender Teil der Flotte soll in den nächsten 000 Jahren in Kanada gefertigt werden. Die Regierung gibt an, dass mindestens 40 Flugzeuge, einschließlich potenzieller Bestellungen aus verbündeten Ländern, von kanadischen Arbeitskräften gebaut werden könnten.

Das GlobalEye-System basiert auf Global 6500 Businessjets des kanadischen Herstellers Bombardier, die zu hochmodernen Luftüberwachungsplattformen umgebaut wurden. Diese Flugzeuge sind darauf ausgelegt, Bedrohungen aus der Luft, zu Land und zu Wasser über große Entfernungen zu erkennen und zu verfolgen.

Die Partnerschaft zwischen Saab und Bombardier wurde bereits von der NATO-Unterstützungs- und Beschaffungsagentur ausgewählt, um die von der Atlantischen Allianz eingesetzte Boeing E-3A Sentry-Flotte zu ersetzen. Berichten zufolge haben auch mehrere andere Länder Interesse an diesem System bekundet.

Mark Carney betonte die Notwendigkeit, die kanadischen Militärkapazitäten in einem internationalen Kontext zunehmender geopolitischer Spannungen zu stärken. Er erklärte außerdem, Kanada bewege sich auf das NATO-Ziel zu, bis 2035 fünf Prozent seines Bruttoinlandsprodukts für grundlegende Verteidigungsausgaben aufzuwenden.

Gemeinschaft

Bemerkungen

Die Kommentarfunktion ist geöffnet, aber vor Spam geschützt. Beiträge und Kommentare mit Links werden manuell geprüft.

Sei der Erste, der diesen Artikel kommentiert.

Antworten Sie auf diesen Artikel

Kommentare werden moderiert. Werbebotschaften, automatisierte E-Mails und missbräuchliche Links werden blockiert.

Ihr erster Kommentar oder jede Nachricht, die einen Link enthält, wird möglicherweise erst nach Genehmigung veröffentlicht.