Berlin bestellt den russischen Botschafter ein, nachdem Moskau ihn aufgefordert hatte, Kiew zu verlassen, und erneut mit Streiks gedroht hatte.
Berlin bestellt den russischen Botschafter ein, nachdem Moskau ihn aufgefordert hatte, Kiew zu verlassen, und erneut mit Streiks gedroht hatte.

Deutschland hat am Dienstag den russischen Botschafter in Berlin einbestellt, nachdem Russland die Luftangriffe in der Ukraine wiederholt hatte und Moskau ausländische Diplomaten aufgefordert hatte, Kiew „so schnell wie möglich“ zu verlassen. Berlin verurteilte eine Strategie der „Drohungen, des Terrors und der Eskalation“ und bekräftigte seine Unterstützung für die Ukraine.

In einer Erklärung bekräftigte das Auswärtige Amt, dass die jüngsten russischen Angriffe unter anderem deutsche Krankenhäuser, Schulen und Fernsehstudios getroffen hätten. Weiterhin teilte es mit, dass die deutsche diplomatische Vertretung in Kiew aufgefordert worden sei, die ukrainische Hauptstadt zu verlassen.

Als Reaktion darauf teilte die deutsche Regierung mit, sie habe den russischen Botschafter einbestellt, um ihre Ablehnung dieser Warnungen formell zu übermitteln. Berlin erklärte, es werde dem Druck Moskaus nicht nachgeben.

„Wir haben Russland heute unmissverständlich klargemacht: Wir lassen uns durch Drohungen nicht einschüchtern und werden die Ukraine weiterhin entschieden unterstützen“, erklärte das Auswärtige Amt.

Diese Entscheidung fällt inmitten verschärfter Spannungen, nachdem Russland angekündigt hatte, eine neue Reihe „systematischer Angriffe“ vorzubereiten, die sich nach russischen Angaben gegen militärische Einrichtungen in Kiew richten. Moskau forderte zudem ausländische Diplomaten und Zivilisten auf, die ukrainische Hauptstadt zu verlassen.

Seit Beginn des Konflikts haben sich die diplomatischen Beziehungen zwischen Russland und mehreren europäischen Ländern deutlich verschlechtert. Westliche Staaten werfen Moskau vor, seine Militäroperationen gegen zivile Infrastruktur in der Ukraine zu intensivieren. Berlin zählt zu den wichtigsten politischen und militärischen Unterstützern Kiews innerhalb der Europäischen Union.

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