Griechenland: Der Kampf gegen Waldbrände wird durch jahrzehntelange Budgetkürzungen geschwächt
Griechenland: Der Kampf gegen Waldbrände wird durch jahrzehntelange Budgetkürzungen geschwächt

Während sich Griechenland auf einen weiteren Sommer mit hohem Waldbrandrisiko vorbereitet, warnen die Forstbehörden des Landes vor ihren begrenzten Kapazitäten zur Brandverhütung und -bekämpfung. In der Region Athen überwachen reduzierte Teams die umliegenden Hügel unter zunehmend schwierigen Bedingungen.

Auf dem Berg Penteli nördlich der Hauptstadt patrouilliert regelmäßig bei Einbruch der Dunkelheit eine kleine Einheit von drei Förstern. Ihre Aufgabe ist es, in diesem besonders exponierten Gebiet, wo trockene Vegetation und hohe Temperaturen die Brandgefahr erheblich erhöhen, potenzielle Brände frühzeitig zu erkennen.

Die lokalen Behörden räumen ein, dass die personellen Ressourcen in den letzten Jahrzehnten deutlich zurückgegangen sind. Berichten zufolge hat sich die Zahl der Forstmitarbeiter seit dem Jahr 2000 halbiert, was die Möglichkeiten für schnelles Eingreifen und kontinuierliche Überwachung vor Ort einschränkt.

Seitdem wurden in Griechenland Berichten zufolge fast 2,5 Millionen Hektar durch Brände zerstört. In der Region Attika, zu der auch Athen gehört, haben Waldbrände laut Expertenangaben innerhalb von sieben Jahren rund 37 % der Wälder und Grasflächen vernichtet.

Angesichts dieser Situation kündigte die Regierung zusätzliche Neueinstellungen an, um die Teams vor Ort zu verstärken. Forstbeamte sind jedoch der Ansicht, dass diese Maßnahmen nicht ausreichen, um die über Jahre hinweg entstandenen Mängel zu beheben.

Neben den personellen Ressourcen betonen Experten auch die Auswirkungen des Klimawandels, der Dürren verschärft, die Ausbreitung von Bränden begünstigt und Erosion und Wüstenbildung verstärkt. In diesem Zusammenhang erscheint Prävention immer wichtiger, bleibt aber in großem Umfang schwierig umzusetzen.

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