Ghislaine Maxwell versucht, ihre Verurteilung durch die Berufung auf neue Beweise im Zusammenhang mit dem Epstein-Fall aufzuheben.
Ghislaine Maxwell versucht, ihre Verurteilung durch die Berufung auf neue Beweise im Zusammenhang mit dem Epstein-Fall aufzuheben.

Ghislaine Maxwell, ehemalige Partnerin und enge Vertraute von Jeffrey Epstein, behauptet, dass neu in diesem Jahr veröffentlichte Dokumente die Rechtmäßigkeit ihrer 20-jährigen Haftstrafe wegen ihrer Beteiligung an dem sexuellen Missbrauch von Teenager-Mädchen durch den amerikanischen Finanzier in Frage stellen.

In einer neuen Petition, die beim Bundesgericht in Manhattan eingereicht wurde, versucht die inzwischen 64-jährige Maxwell, ihre Verurteilung vom Dezember 2021 aufzuheben. Sie strebt einen Rechtsbehelf an, um feststellen zu lassen, dass ihr Urteil gegen ihre Grundrechte verstoßen hat.

Die ehemalige britische Society-Lady behauptet, dass kürzlich freigegebene Dokumente aus dem Epstein-Archiv belegen, dass Anwälte, die mehrere der Anklägerinnen des Finanzmanns vertraten, als „faktische Staatsanwälte“ und „Agenten der Regierung“ agierten. Sie argumentiert, dass dies ihr Recht auf ein faires Verfahren verletzt habe.

Zu den vorgelegten Beweismitteln gehört ein Brief, der einem ehemaligen Bundesstaatsanwalt zugeschrieben wird. Darin soll er angegeben haben, alles Mögliche getan zu haben, um die Anwälte der Opfer bei ihren Bemühungen zu unterstützen, die 2007 von Bundesstaatsanwälten in Florida mit Epstein getroffene Vereinbarung über die Einstellung des Verfahrens anzufechten.

Die amerikanischen Staatsanwälte weisen diese Argumente jedoch zurück. Sie sind der Ansicht, dass Maxwells neue Anschuldigungen entweder rechtlich unbegründet sind oder zu spät vorgebracht wurden, um eine Anfechtung seiner Verurteilung zu rechtfertigen. Die Anklage verteidigt weiterhin die Rechtmäßigkeit des Verfahrens und des verhängten Urteils.

Die US-Justizbehörden halten Maxwells Verurteilung angesichts der im Prozess vorgelegten Beweise für vollkommen gerechtfertigt. Der Fall zählt weiterhin zu den prominentesten Aspekten des Epstein-Skandals, der auch Jahre nach dem Tod des Finanzmanns im Jahr 2019 noch immer zahlreiche Gerichtsverfahren und Enthüllungen nach sich zieht.

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