Ukrainischer Präsident Volodymyr Zelensky Die Ukraine kündigte an, künftig Präventivschläge gegen von Russland zur Unterstützung seiner Kriegsanstrengungen genutzte Einrichtungen durchzuführen. Diese Entscheidung markiert eine neue Phase in der Strategie Kiews, die darauf abzielt, den Druck auf Moskau durch Angriffe auf dessen strategische Infrastruktur zu erhöhen.
In seiner täglichen Ansprache erklärte der ukrainische Staatschef, er habe die Geheimdienste und die Streitkräfte angewiesen, präventive Maßnahmen gegen Standorte zu ergreifen, die Russland zur Intensivierung seiner Militäroperationen nutze. Ziel dieser Maßnahmen sei es, Moskaus Offensivkapazitäten zu schwächen, bevor sie gegen die Ukraine eingesetzt werden könnten.
Diese Ankündigung erfolgt vor dem Hintergrund verstärkter Drohnenangriffe der ukrainischen Armee auf russische Energie- und Industrieinfrastruktur. Am Mittwoch verursachten mehrere Angriffe Stromausfälle in der Hauptstadt der Krim, einem von Russland annektierten Gebiet, das regelmäßig von ukrainischen Streitkräften angegriffen wird.
Auch Anlagen in Zentral- und Südrussland wurden ins Visier genommen. Kiew versucht somit, die russische Energie- und Logistikversorgung zu unterbrechen, um Moskau zu Verhandlungen über ein Ende des Konflikts zu zwingen.
Laut Branchenkreisen, die von Reuters zitiert werden, wurde die Moskauer Ölraffinerie bei den jüngsten ukrainischen Drohnenangriffen schwer beschädigt. Die Anlage könnte mindestens sechs Monate außer Betrieb bleiben, was die Bewältigung der Treibstoffkrise in mehreren russischen Regionen weiter verschärfen würde.
Die jüngsten offiziellen Daten der russischen Behörden zeigen zudem einen Rückgang der Erdölprodukt- und Koksproduktion um 13,5 % im Mai im Vergleich zum Vorjahr. Dieser Rückgang verstärkt die Besorgnis über die zunehmenden Auswirkungen der ukrainischen Angriffe auf die russische Wirtschaft und Logistik, da der Krieg ohne absehbare Lösung andauert.
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