USA: Der pro-palästinensische Aktivist Mahmoud Khalil legt beim Obersten Gerichtshof Berufung ein, um einer erneuten Verhaftung zu entgehen.
USA: Der pro-palästinensische Aktivist Mahmoud Khalil legt beim Obersten Gerichtshof Berufung ein, um einer erneuten Verhaftung zu entgehen.

Der pro-palästinensische Aktivist Mahmoud Khalil, ein Absolvent der Columbia University, kündigte seine Absicht an, beim Obersten Gerichtshof der Vereinigten Staaten Berufung einzulegen, nachdem ein Gerichtsurteil die Möglichkeit einer erneuten Verhaftung und Abschiebung durch die US-Behörden eröffnet hatte.

Diese Ankündigung erfolgt, nachdem ein Bundesberufungsgericht die Überprüfung eines früheren Urteils zugunsten von Khalil abgelehnt hat. Das Gericht, der 3. Bundesberufungsgerichtshof in Philadelphia, war tief gespalten; die Entscheidung fiel mit 6 zu 5 Stimmen entlang ideologischer Linien.

Die Richter urteilten, dass der Richter des unteren Gerichts nicht zuständig war, als er Khalils Freilassung aus einem Migrantengefängnis im vergangenen Jahr anordnete. Diese Entscheidung untergräbt somit den Rechtsschutz, den der Aktivist zuvor genossen hatte.

Die Anwälte von Mahmoud Khalil verurteilen eine Entscheidung, die sie als „gefährlich“ bezeichnen. Ihnen zufolge könnte sie eine verlängerte Inhaftierung ohne echte richterliche Kontrolle ermöglichen sowie die politische Instrumentalisierung von Migrationsverfahren gegen Aktivisten.

Der Fall geht auf Khalils pro-palästinensische Mobilisierungsbemühungen an amerikanischen Universitäten, insbesondere an der Columbia University, zurück. Er gehörte zu den prominentesten internationalen Studenten, die letztes Jahr im Rahmen der Einwanderungspolitik der damaligen Regierung verhaftet wurden. Donald Trump.

In diesem Zusammenhang hatte das Einwanderungsgericht bereits seine Abschiebung nach Algerien oder Syrien angeordnet, eine Entscheidung, gegen die seine Anwälte ebenfalls Berufung einlegen. Ein Berufungsausschuss wies seine Berufung im April zurück, wodurch der juristische Druck auf ihn zunahm.

Sollte die Entscheidung des Berufungsgerichts umgesetzt werden, drohen Mahmoud Khalil erneute Verhaftung und Abschiebung. Sein Anwaltsteam beabsichtigt nun, den Fall vor den Obersten Gerichtshof zu bringen, um die ihrer Ansicht nach darin liegende Verletzung seiner verfassungsmäßigen Rechte und der richterlichen Kontrolle von Verwaltungsentscheidungen anzufechten.

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