USA–Kanada: Mautabkommen ebnet den Weg für die Eröffnung der Gordie-Howe-Brücke
USA–Kanada: Mautabkommen ebnet den Weg für die Eröffnung der Gordie-Howe-Brücke

Die Vereinigten Staaten und Kanada haben eine Einigung über die Verwaltung der Mauteinnahmen für die künftige Gordie-Howe-International-Bridge erzielt, wodurch deren geplante Eröffnung am 27. Juli ermöglicht wird. Das 4,7 Milliarden Dollar teure Infrastrukturprojekt, das Detroit, Michigan, mit Windsor, Ontario, verbinden wird, war zuvor von einer Blockade durch den US-Präsidenten bedroht worden. Donald Trump aufgrund eines Finanzstreits zwischen den beiden Ländern.

Die Brücke sollte ursprünglich im Juni eröffnet werden, doch das Projekt verzögerte sich, nachdem Donald Trump Bedenken hinsichtlich der finanziellen Bedingungen des Abkommens geäußert hatte. Im Februar drohte der US-Präsident mit einem Baustopp, da seiner Ansicht nach die US-Interessen nicht ausreichend geschützt würden.

Die kanadische Regierung gab am Freitagabend bekannt, eine Einigung mit Washington über mehrere Maßnahmen zur Mauterhebung und -transparenz erzielt zu haben. Die Vereinbarung umfasst auch Investitionen in der Region, insbesondere die Einrichtung eines 15-jährigen Wirtschaftsförderungsfonds, der aus einem Teil der Brückeneinnahmen finanziert wird.

Am Samstag behauptete Donald Trump, ein „deutlich besseres Abkommen“ für die Vereinigten Staaten erzielt zu haben, wodurch das Projekt wieder im ursprünglichen Zeitplan fortgesetzt werden könne. Der US-Präsident nannte jedoch keine konkreten Änderungen, die Washington während der Verhandlungen erreicht hatte.

Die Gordie-Howe-International-Bridge, benannt nach der Eishockeylegende der Detroit Red Wings, soll zu einer wichtigen Handelsader zwischen den beiden Ländern werden. Das Projekt hat in den Vereinigten Staaten, insbesondere in Michigan, auch eine politische Dimension angenommen und ist dort im Rennen um einen Sitz im US-Senat zum Streitpunkt geworden.

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