„Rassistische Bandenkriminalität“: London verurteilt fremdenfeindliche Gewalt in Nordirland
„Rassistische Bandenkriminalität“: London verurteilt fremdenfeindliche Gewalt in Nordirland

Die britische Regierung hat die seit mehreren Tagen andauernde Gewalt in Nordirland aufs Schärfste verurteilt. Der für die Provinz zuständige Minister, Hilary Benn, bezeichnete die Ausschreitungen als „rassistische Gewalttaten“ und warf den Verantwortlichen vor, gezielt ethnische Minderheiten und Ausländer anzugreifen.

In mehreren Stadtteilen Belfasts kam es erneut zu Zusammenstößen, bei denen die Polizei in der zweiten Nacht in Folge Wasserwerfer einsetzte, um Demonstranten auseinanderzutreiben. Die Behörden gaben an, die Vorfälle seien weniger heftig als in der Nacht zuvor gewesen.

Die Randalierer attackierten Wohnhäuser, Fahrzeuge und ein Hotel, in dem Asylsuchende untergebracht waren. Es wurden Brände gemeldet, und mehrere Angehörige ethnischer Minderheiten wurden bei den Angriffen ins Visier genommen, was in den betroffenen Gemeinden große Besorgnis auslöste.

Hilary Benn verurteilte die Hassverbrechen, die seiner Ansicht nach keinerlei Rechtfertigung hätten. Der Minister rief zur Besonnenheit auf und bekundete den Opfern der Gewalt seine Unterstützung. Gleichzeitig lobte er das Vorgehen der Sicherheitskräfte, die zur Wiederherstellung der Ordnung mobilisiert worden waren.

Die nordirische Polizei hat mitgeteilt, dass ein Großteil der Unruhen offenbar über das Internet und soziale Medien koordiniert wurde. Die Ermittler versuchen nun, die an der Organisation oder Anstiftung der Gewalt Beteiligten zu identifizieren.

Diese Ereignisse haben die Spannungen um Einwanderung und das Zusammenleben der Bevölkerung in Nordirland erneut angeheizt. Die britischen Behörden haben zugesichert, die Verantwortlichen strafrechtlich zu verfolgen und den Schutz von Einzelpersonen und betroffenen Orten zu verstärken, während die Lage weiterhin genau beobachtet wird.

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