Anlässlich des 75. Jahrestages der Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen China und Russland bekräftigte der chinesische Präsident Xi Jinping sein Engagement für eine verstärkte Zusammenarbeit mit seinem russischen Amtskollegen Wladimir Putin. Laut der Nachrichtenagentur Xinhua betonte Xi bei einem Glückwunschaustausch am Mittwoch, China sei bereit, die „pragmatische globale Zusammenarbeit“ zwischen den beiden Nationen „kontinuierlich weiterzuentwickeln“.
Diese Aussage erfolgt in einem Kontext, in dem Peking offiziell eine neutrale Position zum Konflikt in der Ukraine vertritt. China gibt an, keiner der beiden Seiten militärische Hilfe zu leisten. Westliche Länder, insbesondere die Vereinigten Staaten und Europa, werfen China jedoch regelmäßig vor, das von harten Sanktionen betroffene Russland wirtschaftlich entscheidend zu unterstützen und so dessen Kriegsanstrengungen zu erleichtern.
Der Handel zwischen den beiden Mächten erreichte im Jahr 2023 ein Rekordniveau und verdeutlicht die Solidität der bilateralen Beziehungen, die sich gegen „westliche Hegemonien“ und insbesondere den amerikanischen Einfluss auf die internationale Bühne stellen. Moskau und Peking teilen eine gemeinsame Vision und kritisieren das, was sie als US-Dominanz im Weltgeschehen empfinden.
In diesem Zusammenhang wird Xi Jinping im Oktober auf dem BRICS-Gipfel in Kasan, Russland, erwartet, wo er Wladimir Putin treffen wird. Diese Gruppe, die ursprünglich 2009 von Brasilien, Russland, Indien und China gegründet wurde, erweiterte sich 2010 um Südafrika und in jüngerer Zeit auch um Länder wie Ägypten und den Iran.
Während die Welt dieses wachsende Bündnis zwischen Moskau und Peking beobachtet, vertieft sich die chinesisch-russische Zusammenarbeit weiter und stellt die Bemühungen des Westens, Russland auf der internationalen Bühne zu isolieren, in Frage.