Die Gießerei Bretagne wurde innerhalb eines Jahres zum zweiten Mal unter gerichtliche Zwangsverwaltung gestellt. Das auf die Herstellung von Gusseisenteilen spezialisierte Unternehmen war im April 2025 einer Liquidation entgangen, als es von der Europlasma-Gruppe übernommen wurde, um es vor dem Konkurs zu retten. Fünfzehn Monate später hat sich die finanzielle Lage erneut verschlechtert.
Ein Sektor unter Druck
Die Fonderie de Bretagne, ehemals eine Tochtergesellschaft des Renault-Konzerns, befindet sich aufgrund der Veränderungen in der Automobilindustrie seit einigen Jahren in einer schwierigen Lage. Der Gießereisektor steht vor der Herausforderung des Übergangs zur Elektromobilität und des internationalen Wettbewerbs. Die Übernahme durch Europlasma hat offensichtlich nicht ausgereicht, um das Geschäft des bretonischen Unternehmens langfristig zu stabilisieren.
Das Handelsgericht muss nun die Möglichkeiten einer Umstrukturierung prüfen und alternative Szenarien für die Zukunft des Standorts in Betracht ziehen. Die Mitarbeiter der Gießerei, die bereits mit wiederholten Schwierigkeiten zu kämpfen haben, warten gespannt auf die Entscheidung über die Maßnahmen zur Rettung ihrer Arbeitsplätze. Der Ausgang des neuen Insolvenzverfahrens bleibt in dem für die Branche ungünstigen Wirtschaftsklima ungewiss.
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